Hallen-Garten-Bad Glandorf setzt auf günstiges Familienbad

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Keine Edeltherme, ein günstiges Familienbad: Das Hallen-Garten-Bad in Glandorf wird renoviert. Foto: Gemeinde GlandorfKeine Edeltherme, ein günstiges Familienbad: Das Hallen-Garten-Bad in Glandorf wird renoviert. Foto: Gemeinde Glandorf

Glandorf Das Hallen-Garten-Bad in Glandorf ist chronisch krank: Im Jahr 2012 musste die Gemeinde ein Schwimmbad-Minus von 279000 Euro ausgleichen. Eine halbe Million Euro steckt die Kommune jetzt in die Renovierung des Bades, um langfristig Kosten zu senken. Zudem sollen die erweiterten Öffnungszeiten beibehalten werden, entschied der Finanzausschuss. Wie ein kleines Bad in die Zukunft paddelt.

Mit Luxusthermen wie dem Carpesol in Bad Rothenfelde oder dem Solevital in Bad Laer will und kann das Hallenbad in Glandorf nicht konkurrieren. „Unser Bad ist eine gute und günstige Alternative zu den anderen Angeboten in der Umgebung, die sich gegenseitig aushebeln“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Hubert Pöhler im Ausschuss. Carpesol und Solevital machen sich beispielsweise im Kursangebot Konkurrenz. Das kleine Bad in Glandorf ist ein Familienbad , keine Wellness-Oase: Holzdecke im Charme der 70er statt Glaskuppel mit Glanz von morgen, Kinderbecken statt Thermalbad, Heißwürstchen statt gebratener Jacobsmuschel. Doch auch ein kleines Hallenbad ist kein Selbstläufer und schreibt rote Zahlen.

Renovierung in Ferien

500000 Euro investiert die Gemeinde laut Kämmerer in die Renovierung. Mit Beginn der Sommerferien wird das Hallen-Garten-Bad für acht Wochen geschlossen: Heizungs- und Lüftungsanlage sowie die Warmwasserbereitung werden auf den neuesten Stand gebracht. „Wir wollen durch die Investition das Minus von 280000 Euro deutlich minimieren“, sagt Reinhard Lefken (CDU). Reparatur- und Energiekosten sollen langfristig sinken. Besucher werden auf den ersten Blick wenig von der halben Million sehen, die ins Bad fließt. „Das meiste spielt sich hinter den Kulissen ab“, sagt Kämmerer Michael Robbert. Das Raumklima aber werde sich spürbar verbessern. Und: Die Jahreskarten der Stammschwimmer werden für die Zeit der Renovierung automatisch verlängert.

Die erweiterten Öffnungszeiten, Sonntagnachmittag bis 17 Uhr, sollen auch 2014/2015 für die Monate Oktober bis März beibehalten werden, beschloss der Finanzausschuss. Die Gemeinde hatte das Bad in den kalten Monaten 2013/2014 erstmals länger geöffnet, um mehr Besucher zu locken. Mit kleinem Erfolg: 1165 Badegäste kamen in den Nachmittagsstunden. „Das ist schon ganz gut“, sagt Robbert. Gut sei auch, dass
die Sonntagsvormittag-Bader nicht – wie befürchtet – auf den Nachmittag ausgewichen seien, sagte er. „Es waren auch einige Besucher ohne Mehrfach- oder Jahreskarte da, das spricht für neue Badegäste“, erklärte Robbert. Den 1165 Badegästen, die zwischen 1,80 (Kinder und Jugendliche) und 3 Euro (Erwachsene) Eintritt zahlen, stehen Mehrkosten für Aushilfskräfte in Höhe von
1260 Euro gegenüber. Die Kosten sind damit mehr als gedeckt.


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