Vorsitzender der Naturfreunde Heugers volles Auftragsbuch für Glandorfer Natur

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Einsatz für Steinkauz, Wildbiene und Co.: Alfons Heuger pflegt mit den Naturfreunden Glandorf die Streuobstwiese und bringt Niströhren an. Foto: Carolin HlawatschEinsatz für Steinkauz, Wildbiene und Co.: Alfons Heuger pflegt mit den Naturfreunden Glandorf die Streuobstwiese und bringt Niströhren an. Foto: Carolin Hlawatsch

Glandorf. Ihm hat die Natur schon immer sehr am Herzen gelegen. Dieses Bewusstsein wurde bereits in seiner Kindheit geschärft. Alfons Heuger ging damals mit seinen Eltern meist zu Fuß durch Glandorf. „Ein Auto hatten wir früher nicht“, erinnert er sich, und auch in der Schule habe sein Lehrer den Sport- und Naturkundeunterricht oft nach draußen verlegt. „Dabei lernt man die Landschaft kennen“, so Heuger, während er mit Freude die blühenden Bäume auf einer Glandorfer Streuobstwiese betrachtet.

Diese Wiese wurde 1992 vom Verein „Naturfreunde Glandorf e.V.“ gepachtet. Alfons Heuger ist seit der Gründung vor 25 Jahren der Vereinsvorsitzende. „Wir versuchen solche ökologischen Nischen für die Natur festzuhalten“, sagt er und zeigt auf die Niströhren, die der Verein in den Obstbäumen für den Steinkauz angebracht hat. Streuobstwiesen sind nicht nur ein Kulturgurt, sondern auch wertvoller Lebensraum für viele Tierarten. Mit dem Steinkauzschutz begann 1985 Heugers aktives Engagement für die Natur. Auf einer Feier traf er seinen ehemaligen Klassenlehrer Albert Blömer wieder, der ihn zum Mitmachen animierte. „Als wir 1987 erste Erfolge beim Steinkauzschutz beobachten konnten, hat uns das in den Bann gezogen, und wir fingen an, selber Niströhren für die kleine Eule zu bauen“, erinnert sich Heuger.

Dabei ist es nicht geblieben: 1989 wurden die Naturfreunde Glandorf offiziell eingetragener Verein. Seitdem stellten sie zahlreiche Projekte auf die Beine. Zusammen mit anderen Mitgliedern hängte Alfons Heuger Schlafhöhlen für Fledermäuse auf, kümmerte sich auf Dachböden von Bauernhöfen um Schleiereulen-Nistkästen, legte Feuchtbiotope für Amphibien und Steilwände für den Eisvogel an. Durch 14 Kästen für den Mauersegler, die die Naturfreunde 1990 am Gewölbe der Glandorfer Kirche anbrachten, gab es so große Bruterfolge, dass dort inzwischen im Frühjahr eine riesige Mauersegler-Kolonie in 25 Kästen nistet. Diese Erfolge seien wunderbare Erlebnisse, für die es sich lohne, Zeit neben der Arbeit herzugeben, sagt Heuger, der Betriebsfacharbeiter in einem Arzneimittelwerk ist. Freude habe er auch an den Natur-Fotos, die er zum Beispiel vom Mauersegler-Nachwuchs gemacht habe. „Mir ist es wichtig, die Artenvielfalt auch für die Kinder zu erhalten.“ Und Heugers Auftragsliste wird und wird nicht kürzer. Als Nächstes steht das Anlegen zweier Wildbienen-Nistwände auf dem Plan der Naturfreunde Glandorf. Die Natur braucht heute eben stetige Unterstützung, um erhalten werden zu können.


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