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Zisterne und Brunnenplatz feierlich eröffnet Ein Schmuckstück im Herzen Glandorfs

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Mit viel Applaus wurde das Wasser-Kunstwerk an der historischen Zysterne enthüllt und in Betrieb genommen. Foto: Anke SchneiderMit viel Applaus wurde das Wasser-Kunstwerk an der historischen Zysterne enthüllt und in Betrieb genommen. Foto: Anke Schneider

asr Glandorf. Gut 100 Jahre nach ihrem Bau erstrahlt die alte Zisterne auf dem Thieplatz in Glandorf in neuem Glanz. Am Sonntag wurde sie im Rahmen des Kürbismarktes feierlich der Öffentlichkeit übergeben.

Bürgermeister Franz-Josef Strauch lobte alle Beteiligten, vorneweg die Künstlerin Elisabeth Lumme, ein tolles Werk für Glandorf geschaffen zu haben. Der Bürgermeister gab zu, dass nicht alle Glandorfer mit den Baumaßnahmen zur Sanierung des historischen Wasserspeichers einverstanden waren. „Die Aussagen dazu waren so geteilt wie Deutschland nach dem Krieg“, verglich er.

Einige wollten die alte Zisterne einfach zuschütten und Parkplätze darauf anlegen. Andere wiederum seien von der Idee, das Schmuckstück herauszuputzen, begeistert gewesen. Er selbst halte die rund 140000 Euro teure Sanierung des Umfeldes des alten Bauwerks jedoch für eine hervorragende Investition in die Attraktivität Glandorfs. Die Zisterne sei einmalig, „so etwas gibt es nur bei uns in Glandorf“.

Friedrich Völler von der GLL betonte, dass etwa die Hälfte der Kosten aus dem ILEK-Programm gedeckt worden seien. Eines der Ziele des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts sei eben die Erhaltung ortsprägender Bauwerke. Der historische Brunnen im Herzen Glandorfs sei ein solches Baudenkmal.

Die Kunsthistorikerin Anette Röhr lobte die Künstlerin Elisabeth Lumme als Multitalent, die sich bei der Sanierung des Umfeldes der Zisterne als Archäologin, Architektin, Statikerin, Designerin und Künstlerin starkgemacht habe. Ihr ist vor allem die geländeartige Skulptur an der Oberfläche zu verdanken, die gleichzeitig ein modernes Wasserspiel ist. Die abgerundete Form nehme die Form der Zisterne auf, die oval sei. Bei dem Material der Skulptur habe sie sich mit dem schwarzen Granit absichtlich von dem Sandstein der alten Stufen abgehoben.

Nachdem die Skulptur von Elisabeth Lumme und ihrer Kollegin Birgit Kannegießer feierlich enthüllt worden war, nutzten zahlreiche Gäste des Kürbismarktes die Gelegenheit, das nun beleuchtete Bauwerk anzusehen.


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