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Ein Pastor, der mit Eiern wirft kfd Glandorf und kfd Schwege feiern ausgelassen Weiberfastnacht

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Glandorf. Der neueste Klatsch aus der Gemeinde, der Schönheitswahn, die Wehwehchen im Alter und die Bildung waren die Themen des Karnevals der kfd in Glandorf und Schwege. Die Frauen im Saal Plocksaugust und Herbermann machten aus ihren Herzen keine Mördergrube und machten sich ordentlich Luft. Alles mit einem Augenzwinkern – versteht sich.

Jedes Jahr feiern die Frauen der kfd in Glandorf und Schwege nahezu zeitgleich Weiberfestnacht. Und jedes Jahr fällt auf, dass die Damen vergleichsweise großen Wert auf den Saalschmuck und die Kostümierung legen. Hüben wie drüben tummelten sich auch dieses Jahr viele Hexen, Schlümpfe, Bienen, Käfer oder Vampire und verbreiteten schon vor der Show gute Laune. Beim Karneval sind sie einmal unter sich, und das genießen sie auch.

In Schwege verbreitet zunächst das schon traditionelle Lästerballett den neuesten Klatsch aus dem Ortsteil. Man lästerte über die Feuerwehr, die die Brände nicht findet, über den Präsidenten des Schützenvereins, der die Namen des Hofstaates nicht richtig aussprechen kann, und über Christina Hesse, die nur wegen der staatlich verordneten Frauenquote Vorsitzende des Vereins BlauWeiß Schwege geworden ist.

Andere Rednerinnen befassten sich mit der Unschuld und wem man sie anvertrauen kann, damit sie nicht verloren geht, oder mit der deutschen Sprache, wie Irmgard Gerding es tat. Sie monierte sich darüber, dass in einen Apple iPod weder Äpfel noch Eier hineinpassen. Die drei Hübschen in Person von Bianca Brune-Ellerbrock, Dorothee Glatzel und Petra Speckmann echauffierten sich darüber, dass der Glandorfer Jesus auf das Bier aufpassen muss, während die nette Großstadtzicke Christina Düppmeier sich wieder mal über das Kuhdorf Schwege ausließ. Darüber hinaus hörten die Gäste Beiträge zur hohen Mathematik, zu Gegensätzen, und sie konnten einen interessanten Fernsehabend mitverfolgen.

In Glandorf brachten die Organisatorinnen neben Reden und Sketchen auch Musik und Tanz auf die Bühne. Dazu gehörten unter anderem wieder die Kindertanzgruppe und die Tanzgruppe Peters, deren Mitglieder ihre Hüften zu Musik von Michael Jackson und Tina Turner schwangen. Claudia Averesch und Stefanie Twyhues-Huchel verblüfften die Gäste als uraltes Pärchen, das durchaus eine flotte Sohle aufs Parkett legen konnte.

In der Chinesenschule lernten die Gäste, dass Teenager auf Chinesisch „zu jung zum zum“ heißt und Jungfrau „zu dumm zum zum“. Ihren eigenen Glandorfer Tratsch verbreiteten unter anderem die Kreisellerchen, Änne und Klärchen in der Person von Judith Buchholz und Simone Wöstmann, so wie Hertha „Cille“ Wiewel.

Pastor Ulrich Fischer präsentierte sich als Heimleitung des Hauses Glandorf und versuchte krampfhaft, 28 Eier gerecht an sieben Bewohnerinnen zu verteilen. Die für die Gäste verblüffende Rechnung ergab 13, und auch die Gegenproben bestätigten das. Bevor die Eier dann aber an die Heimbewohner verteilt wurden, warfen der Pastor und seine Mitstreiterinnen aus dem kfd-Vorstand die Eier lieber ins Publikum.


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