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Braun steigert Produktion Bei Dialyse ist Glandorf ganz vorn

Von Heinz Schliehe

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Stefan Freundel, Standortleiter in Glandorf. Foto: SeilerStefan Freundel, Standortleiter in Glandorf. Foto: Seiler

Glandorf. Bereits jetzt werden in Glandorf-Averfehrden pro Jahr 60 Millionen Liter Dialyseflüssigkeit für nierenkranke Patienten produziert. Nun investiert der weltweit tätige Medizintechnik- und Pharmahersteller B. Braun in seinem Glandorfer Werk 50 Millionen Euro in Produktion und Logistik.

30 Millionen Euro fließen in die Weiterentwicklung der Produktionslinie, das meiste davon in die Anlagentechnik. Mit dem Bau des Gebäudes soll bereits im Mai begonnen werden. Im ersten Quartal 2013 soll dann die zusätzliche Produktion in der 3400 Quadratmeter großen Halle beginnen, erklärt in einem Gespräch mit unserer Zeitung Standortleiter Stefan Freundel. Zur gleichen Zeit soll auch das 11000 Quadratmeter große Logistikzentrum seinen Betrieb aufnehmen. Baubeginn ist im August dieses Jahres. 30000 Paletten sollen in dem Hochregallager Platz finden. Die Kosten werden auf 20 Millionen Euro beziffert.

„Das Produktionsprojekt ist zum größten Teil ein Rationalisierungsprojekt“, betont Freundel. Aber aufgrund des weiteren Wachstums des Unternehmens, auch in anderen Produktionsbereichen, geht Freundel davon aus, dass alle 430 Mitarbeiter am Standort Glandorf weiterbeschäftigt werden können. Rund 160 kommen aus der Region Glandorf, weitere 80 aus dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen. Für neue Projekte und in der bisherigen Produktion müsse der Bestand an höher qualifizierten Mitarbeitern sogar weiter verstärkt werden. Explizit würden Ingenieure, Naturwissenschaftler und Pharmazeuten in der ganzen Bundesrepublik gesucht.

Seit 1996 habe sich der Standort Glandorf als Teil der B. Braun Avitum AG zu einem Standort für Lösungen im Bereich Dialyse entwickelt. So werden Flüssigkeiten und Lösungen für chronische und akute Dialysepatienten produziert und dieser Sektor nun weiter ausgebaut. In das Hochregallager werden künftig sämtliche Verbrauchsmaterialien, mit Ausnahme der Dialysemaschinen, eingelagert und weltweit verschickt, erläutert Freundel weiter.

Aber nicht nur auf die eigenen Mitarbeiter wirke sich die Investition positiv aus, sondern auf die gesamte Region, so Freundel, besonders die Dienstleister, Handwerker und Bauunternehmen. Und eine Steigerung von Umsatz und Ergebnis bringe der Gemeinde höhere Gewerbesteuereinnahmen.


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