Macht Spaß und ist nachhaltig 12. „Ladytime“- Flohmarkt in Glandorf

Gebrauchte Kleidung und frischer Kuchen bei der 12. „Ladytime“: Der Vorstand des schulischen Fördervereins (von links) Tanja Breite, Katja Rosenbusch, Sandra Jochmann und Heike Böckenholt hatte für alles gesorgt.
Foto: Petra PieperGebrauchte Kleidung und frischer Kuchen bei der 12. „Ladytime“: Der Vorstand des schulischen Fördervereins (von links) Tanja Breite, Katja Rosenbusch, Sandra Jochmann und Heike Böckenholt hatte für alles gesorgt. Foto: Petra Pieper

Glandorf. Zum zwölften Mal organisierte der Förderverein der Ludwig-Windthorst-Oberschule einen „Ladytime“-Flohmarkt für Frauen.

Kaffeeduft empfing an diesem verregneten Nachmittag die „Ladytime“-Besucherinnen. Und das dazugehörige Kuchenbuffet, umfassend bestückt von den Eltern der 272 Schüler, hatte nach einhelliger Meinung des Vorstands „Konditorqualität“. Insofern lohnte der Besuch doppelt, denn an den 57 Ständen – mehr passen nach den Erfahrungen der Vorjahre nicht in die Pausenhalle und zwei angrenzende Klassenräume – wurden gut erhaltene Kleidung, Schmuck, Schuhe, Taschen, Lektüre und andere Dinge angeboten, die das Leben von Frauen schöner machen.

„Wir sind bereits zum zweiten Mal als Verkäufer hier“, berichtete Ann-Kathrin Hüpel aus Osnabrück, die mit ihrer Mutter Veronika Otte „Mode in zwei Größen“ verkaufte. „Jede Hose, jedes T-Shirt geht für drei Euro weg, außer wenn es Designermode ist“, berichteten die beiden Damen von ihrer Strategie, Platz im Kleiderschrank zu schaffen. Das kam an bei den Besucherinnen, die Nachfrage war – auch angesichts des sich ankündigenden Herbsts - hoch.

„Ich habe einen guten Markenmantel, eine Tasche und eine Bluse erworben“, verriet Britta Fiegenbaum aus Lengerich. Viele der angebotenen Kleidungsstücke seien wie neu, „klassische Fehlkäufe“, die könne man noch gut tragen. Ihre Freundin Inge Aufderhaar aus Westerkappeln spann den Gedanken weiter: „Kleidung aus zweiter Hand ist nachhaltig, damit stellen wir uns der Wegwerfmentalität entgegen.“ Zudem hätten getragene und gewaschene Kleidungsstücke den Vorteil, dass eventuell vorhandene Chemikalien bereits ausgewaschen seien. Aus Überzeugung betreiben die Freudinnen mit weiteren Bekannten einen „Flohmarktexpress“ bei WhatsApp, mit dem sie sich zu nachhaltigen Einkaufstouren verabreden.

Und aus Überzeugung arbeitet auch der Förderverein der Windthorstschule, der sich zweimal jährlich um die Verteilung der heiß begehrten Standplätze, Auf- und Abbau, Parkplatzmanagement und die Cafeteria kümmert. Seit Anfang des Jahres steht mit Tanja Breite eine neue Vorsitzende dem engagierten Vorstandsteam vor, dem neben ihrer Stellvertreterin Sandra Jochmann auch Kassiererin Heike Böckenholt und Schriftführerin Katja Rosenbusch angehören.

„Unser Ziel ist die finanzielle und idelle Unterstützung der pädagogischen Arbeit an der Schule, die wir vorbildlich finden“, unterstreicht Tanja Breite. Die Neu-Glandorferin stammt aus Wiethmarschen und ist von ihrer neuen Heimat entzückt: „Hier gibt es soviel ehrenamtliches Engagement, da macht man gern mit.“  

Mit dem Erlös der Ladytime-Märkte finanziert der Förderverein jedes Jahr für jeden Windthorst-Schüler einen Schulplaner, in dem die Kinder alles Organisatorische rund um den Schulbesuch in einem Ordner haben – von den Hausaufgaben bis zu den elterlichen Entschuldigungsschreiben. Weiterhin sorgt der Förderverein – „nicht zuletzt dank des großzügigen Sponsorings Glandorfer Firmen“ – auch für regelmäßige Selbstbehauptungstrainings der Sechstklässler, für lärmdämpfende Matten auf Schülertischen, für eine Bühnen-Audioanlage im Ganztagesbereich und für vieles mehr. 

Und warum tun sie das? „Unseren Kindern zuliebe“, meint spontan Katja Rosenbusch, „weil wir etwas anstoßen und Vorbild sein wollen“, ergänzt Tanja Breite und „weil der Funke des tollen Lehrerengagements auf uns überspringt“ findet Heike Böckenholt. 


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