Ein Buch voller Leben pilgert mit Wallfahrtsverein Glandorf hat neue Ideen zu seinem 25. Jubiläum

Blicken mit Vorfreude auf die kommende Wallfahrt und sind gespannt, wie das „Buch des Lebens“ angenommen wird: (von links) die Vorstandsmitglieder des Wallfahrtsvereins Glandorf Monika Laumann, Wilhelm Soetebeer, Annette Herbermann und Anne Biedendiek. Foto: Carolin HlawatschBlicken mit Vorfreude auf die kommende Wallfahrt und sind gespannt, wie das „Buch des Lebens“ angenommen wird: (von links) die Vorstandsmitglieder des Wallfahrtsvereins Glandorf Monika Laumann, Wilhelm Soetebeer, Annette Herbermann und Anne Biedendiek. Foto: Carolin Hlawatsch

Glandorf. Wenn am kommenden Wochenende die Pilger zur 167. Wallfahrt von Osnabrück nach Telgte aufbrechen, ist auch der Wallfahrtsverein Glandorf wieder mit von der Partie. Und mit ihm erstmalig das sogenannte „Buch des Lebens“.

Mit einer Familienmesse im Garten des Pfarrhauses und anschließendem Grillen feierte der 350 Mitglieder fassende Wallfahrtsverein Glandorf am letzten Sonntag sein 25jähriges Jubiläum. Nachdem sich der Verein 1901 auflöste, fand am 30. Juni 1994 unter der Leitung des Pfarrers Johannes Underbrink die Neugründung statt. Zusammen mit den Mitgliedern sieben benachbarter Wallfahrtsvereine und anderen Vereinen aus Glandorf lauschten die Wallfahrer und Besucher der Familienmesse am Sonntag der Konzelebration von Pfarrer Stephan Höne und dem Osnabrücker Dompfarrer Thilo Wilhelm, der bereits seit über 30 Jahren „wallfahrtet“. 

Interessante Fakten zur Wallfahrt, unter anderem, dass Pilger aus Glandorf schon seit 1846 nach Telgte ziehen und die Osnabrücker erst 1852 dazu stießen, erfuhren die Besucher auch nach der Messe bei erfrischenden Getränken im Sonne-verwöhnten Pfarrgarten. „Fahrt ihr auch am Samstag früh um 2.15 mit im Bus nach Osnabrück zum Wallfahrtsstart?“ besprachen sich die Leute voller Vorfreude. Der Pilgerzug wird sich dann um 3 Uhr am Johannisfriedhof in Osnabrück in Bewegung setzen, gegen 8 Uhr Glandorf erreichen und gegen 16 Uhr Einzug in Telgte halten. 

Mit im Gepäck haben die Glandorfer Wallfahrer zum ersten Mal ein Buch, das sie anlässlich ihres Jubiläums eingeführt haben, in der Familienmesse weihten und „Buch des Lebens“ nennen. „Alle Pilger, aber besonders auch alle, die keine Möglichkeit haben nach Telgte zu pilgern, können Ihre Sorgen, Bitten und Anliegen in dieses Buch eintragen. Diese Bitten werden dann nach Telgte bis zum Gnadenbild Marias mitgenommen“, erklären Anne Biedendiek und Monika Laumann vom Wallfahrtsverein Glandorf. Beide tragen kleine Anstecknadeln an ihren Jacken die das Bild der Glandorfer Wallfahrtsfahne zeigen. „Diese Pins als Zugehörigkeitszeichen sind ebenfalls neu und können auch am kommenden Samstag von den Pilgern noch erworben werden“. 

Neben zahlreichen Wünschen und Sorgen trägt das „Buch des Lebens“ das Emblem des Glandorfer Wallfahrtsvereins. Die Wasserspritzer der Weihe sind noch leicht auf dem Einband zu erkennen. Foto: Carolin Hlawatsch


Das „Buch des Lebens“ wird noch die ganze Woche in der Taufkapelle der St.-Johannis-Kirche ausliegen, bevor es dann am Samstag mit nach Telgte reist. Besonders die Glandorfer, die früher immer mitpilgerten, heute aber nicht mehr fit genug für so einen langen Fußmarsch sind, hätten sich über die Einführung eines solchen Schriftwerks gefreut. Annette Herbermann und Wilhelm Soetebeer, die beiden Vorsitzenden des Glandorfer Wallfahrtsvereins freuen sich: „Auch vor zukünftigen Wallfahrten werden wir das Buch ab jetzt stets einige Wochen im Voraus in der Kirche auslegen. Jeder kann kommen und seine Sorgen, Bitten oder Dank dort hinein schreiben. Es wird ein Buch voller Leben“. 


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