49. Internationaler Jugendwettbewerb "Jugend creativ" Musik ins Bild gesetzt

Unter den 710 Einsendungen des 49. Wettbewerbes "Jugend crativ" hatte eine fünfköpfige Jury in Glandorf die Qual der Wahl (von links): Sandra Tiemann, Christina Langer, Ulrike Trentmann, Angela Köster, Uta Carolath und Simone Lumme-Wlasenko. Foto: Monika VollmerUnter den 710 Einsendungen des 49. Wettbewerbes "Jugend crativ" hatte eine fünfköpfige Jury in Glandorf die Qual der Wahl (von links): Sandra Tiemann, Christina Langer, Ulrike Trentmann, Angela Köster, Uta Carolath und Simone Lumme-Wlasenko. Foto: Monika Vollmer

Glandorf. 2422 Bilder und einige Kurzfilme reichten die jungen Teilnehmer aus 20 Schulen des Stadt- und Landkreises zum 49. Internationalen Jugendwettbewerb„Jugend creativ“ bei den Volks- und Raiffeisenbanken ein und stellten die Juroren vor die Qual der Wahl.

Ausgesprochen bunt ging es am Donnerstag nicht nur in unserer Redaktion zu, als eine einzigartige Ausgabe entstand, in der alle Fotos durch gemalte Kinderbilder ersetzt wurden. Bunt spielte es sich auch in der Volksbank Glandorf ab. Auf den Tischen des Sitzungsraumes türmten sich gleich zwei hohe Stapel DIN-A3 Plakate. Insgesamt 710 Grundschüler aus dem Südkreis waren der Aufgabenstellung des Wettbewerbes" Jugend creativ" gefolgt. Der Leitgedanke: Musik prägt uns, erfüllt uns mit Glück, berührt tief im Inneren oder spornt zu Höchstleistungen an. „Musik bewegt“ lautet das Motto, und die Teilnehmer hatten einen bestimmten Moment gemalt, indem Musik und Klänge eine wichtige Rolle spielten. Die Schüler zeigten sich ideenreich, colorierten zart mit Wasserfarbe oder setzten auf die starke Deckkraft von Wachsmalstiften, sie fertigten leuchtende Kratzbilder oder Collagen mit Glitzer.

Musik bewegt- im Musical, zuhause oder beim Wandern mit einer Gitarre in den Bergen. Foto: Monika Volllmer


Schnelle Beat-Töne zu Hause, gefühlvolle Melodien beim Zuschauen eines Musicals, die Verschmelzung klassischer Musik beim Ballett oder Töne in der Natur- all das war auf Bildern festgehalten und machte es der fünfköpfigen Jury nicht leicht, die jeweils besten Vier in den zwei Gruppenwertungen auszusuchen. Angela Köster, Christa Langer, Sandra Tiemann, Simone Lumme-Wlasenko und Uta Carolath nahmen jedes einzelne Kunstwerk in die Hände und prüften genau.

„Dynamik statt Statik - das sieht toll aus“, loben sie die Kunst auf dem einen Plakat, während das nächste Bild schon wieder kritisiert wurde: „Hier hängen die Hände zu sehr in der Luft“ oder „Musik hört man hier nicht.“ Nach einer Stunde war zunächst eine Vorauswahl für die Klassenstufen eins und zwei getroffen und schnell einigte man sich auf vier Sieger. Ähnlich verfahren wurde danach mit dem zweiten Stapel, der aus den Arbeiten von Dritt- und Viertklässler bestand.

Bilder der ersten Altersgruppe, die in die engere Auswahl kamen. Foto: Monika Vollmer


„Die Umsetzung dieses Jahr war einfach, und das Thema motivierend“, meinte Jurymitglied und Lehrerin Carolath. In zwei Unterrichts-Doppelstunden ließen die jungen Künstler ihrer kreativen Ader viel Raum und entwarfen die Werke. „Die Resonanz in den Grundschulen ist immer wieder überwältigend“, beurteilt Ulrike Trentmann von der Volksbank Glandorf die Anzahl der eingereichten Arbeiten. Allerdings hätten sich dieses Jahr im Landkreis nur sechs Schüler von weiterführenden Schulen an dem Wettbewerb beteiligt. Das halbe Dutzend Zeichnungen wurden weitergeleitet nach Osnabrück, denn dort gingen insgesamt 941 Illustrationen ein, in Alfhausen weitere 770. Zeitgleich wurden auch dort von der jeweiligen Ortsjurys die besten Arbeiten ausgewählt.  

Katharina Tewes, Felicitas Jüngerhans, Bertin Strothjohann und Hiltrud Borgelt von der Ortsjury Osnabrück Foto: Volksbank


Mitmachen durften Schüler von der ersten bis zur 13. Klasse sowie Jugendliche bis 20 Jahre. Den Siegern winken nun Sach- und Geldpreise, anschließend werden aus den besten Arbeiten auf Ortsebene die Landessieger gekürt.

Mit rund 700.000 international eingereichten Wettbewerbsbeiträgen gehört „Jugend creativ“ zu den weltweit größten Jugendwettbewerben seiner Art. Nach den Jurierungen auf Orts- und Landesebene wählen die Bundesjurys Ende Mai die besten Bilder und Kurzfilme Deutschlands aus. Und vielleicht schafft es ja dieses Jahr ein Schüler aus Osnabrück oder aus dem Landkreis auf das Siegertreppchen und fährt zur kreativen Sommerakademie an die Ostsee.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN