Durchlass wird vergrößert Rasender Boller in Glandorf läuft bei starkem Regen über

Wo der Rasende Boller in Glandorf unter der B 51 hindurchfließt (roter Pfeil). Foto: google mapsWo der Rasende Boller in Glandorf unter der B 51 hindurchfließt (roter Pfeil). Foto: google maps

Glandorf. Der Durchlass des Baches »Rasender Boller« unter der B 51 ist zu klein. Wiederholt staute sich in der Vergangenheit bei Starkregen das Wasser vor dem Tunnel und sorgte für Überschwemmungen bis in den Ortskern hinein. Nun soll der Durchlass vergrößert werden. Ein Mitarbeiter des Büros ibt aus Osnabrück stellte die Planungen für eine Sanierung nun im Finanz- und Feuerwehrausschuss vor.

Der Rasende Boller hat inzwischen ein Einzugsgebiet von 170 Hektar Fläche, so der Planer. Immer mehr Wasser aus Drainagen und Kanälen wurde über die Jahre in den Bach geleitet. Der Durchlass unter der B 51 kam schon Anfang der 1980er Jahre an seine Grenzen. 

Etwa 1000 Liter Wasser kann der Tunnel in Höhe der Straße „Alte Hofstelle“ pro Sekunde maximal durchlassen. Um auch einem Starkregen gewachsen zu sein, müsste der Durchlass aber 2400 Liter Wasser pro Sekunden durchlaufen lassen können.

Kleintiere

„Der neue Durchlass muss daher 2,5 Meter breit und 1,9 Meter hoch sein“, erklärte der Experte. Er wird nicht eckig, sondern oval, und er ist mit Laufstegen für Kleintiere ausgestattet, die den Durchlass trockenen Fußes durchqueren können.

Die Sanierung des Durchlasses soll in der Zeit vom 6. Mai bis 14. Juni erfolgen. In dieser Zeit saniert die Niedersächsische Straßenbaubehörde eine Decke auf der B 51 auf einer Länge von 810 Metern. „Die Sanierung des Durchlasses soll in zwei Schritten erfolgen, was eine halbseitige Sperrung erforderlich macht, die jeweils drei Wochen pro Seite dauert“, sagte der Experte. Zunächst müsse aber eine Umleitung für den Bach geschaffen werden, da das Wasser schließlich weiterhin fließt.

Talwärts

Magdalene Heuvelmann fragte in der Sitzung, was passieren würde, wenn das Wasser durch den neuen Durchlass fließt und dann auf einen kleineren trifft. Der Planer antwortete, dass es dann natürlich an dem kleinen Durchlass zu Überflutungen kommen werde. „Dann ist aber nicht mehr der Ortskern betroffen“, sagte er.

Der Ausschuss entscheid einstimmig, dass die Verwaltung die nötigen Arbeiten unverzüglich ausschreiben soll, damit die Sanierung gleichzeitig mit der Straßenerneuerung durchgeführt werden kann. Kosten soll das Ganze rund 305.000 Euro, zuzüglich 40.000 Euro für die Ingenieurbegleitung.


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