zuletzt aktualisiert vor

DNS-Spuren führen zum Verdächtigen Bekannter nach Tötungsdelikt in Glandorf verhaftet

Meine Nachrichten

Um das Thema Glandorf Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

In diesem Haus hatten Polizei und Feuerwehr die Leiche des 55-Jährigen gefunden. Foto: NWM-TVIn diesem Haus hatten Polizei und Feuerwehr die Leiche des 55-Jährigen gefunden. Foto: NWM-TV 

Glandorf/Osnabrück. Die Polizei hat am Donnerstag einen 56-Jährigen verhaftet, den die Ermittler für den Tod eines Mannes in Glandorf verantwortlich machen.

Der 56-Jährige sei dringend tatverdächtig, den 55-Jährigen in dessen Wohnung am 11. Dezember vergangenen Jahres in Glandorf getötet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück am Freitag mit. Auf ihren Antrag erließ ein Richter des Amtsgerichts Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags. DNS-Spuren hatten die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen gebracht, sagte Staatsanwalt Lennart Jacobs. Die DNS des Verdächtigen sei an der Leiche gefunden worden.

Der 55-Jährige war am 19. Dezember tot in seiner Wohnung gefunden worden. Andere Bewohner hatten sich Sorgen gemacht, nachdem sie den Mann längere Zeit nicht gesehen hatten. Polizei und Feuerwehr öffneten die Wohnung schließlich. Die Obduktion hatte ergeben: Der Mann wurde gewaltsam getötet.


Motiv unklar

Der 56-jährige Tatverdächtige ist Jacobs zufolge ein Bekannter des Getöteten. Die Polizei hatte ihn schon vor seiner Festnahme vernommen. Dabei habe er Angaben gemacht, die sich mit denen anderer Zeugen widersprochen hätten, sagte Jacobs. Zu einem möglichen Motiv gebe es keine Hinweise, zu den Hintergründen sei noch wenig bekannt, ergänzte er. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. 

Derzeit sitzt der Mann wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. Es sei nicht ausgeschlossen, dass aus diesem Vorwurf noch der des Mordes werde, sagte Jacobs. Momentan gebe es dafür aber „keine Anhaltspunkte“.

Zwei Ermittlungserfolge

Am 21. Dezember hatte die Polizei eine 40-köpfige Mordkommission eingerichtet. Sie ging mehr als 270 Spuren nach. Mit der Verhaftung eines Verdächtigen hat die Polizei womöglich zwei Tötungsdelikte binnen kurzer Zeit aufgeklärt. Im Falle der ebenfalls getöteten Ursula U. aus Melle, die im Dezember tot in einem Gebüsch bei Hasbergen gefunden worden war, sitzen vier Verdächtige in Untersuchungshaft. Das Motiv soll Habgier gewesen sein.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN