Abrechnung und Neubeginn 130 Glandorfer gaben sich beim Handgiftentag in Schwege die Hand

Die Karten passten zum Motto des Handgiftentages "Gestern - heute - morgen. Die Teile zeigen Fotos aus der Vergangenheit, der Gegenwart und Pläne von zukünftigen Projekten. Foto: Anke SchneiderDie Karten passten zum Motto des Handgiftentages "Gestern - heute - morgen. Die Teile zeigen Fotos aus der Vergangenheit, der Gegenwart und Pläne von zukünftigen Projekten. Foto: Anke Schneider

Glandorf. Rund 130 Glandorfer trafen sich am Donnerstagabend zum Handgiftentag, zu dem die Gemeinde eingeladen hatte.

Die Tradition des Händeschüttelns kommt aus dem Mittelalter und man zeigte damit dem gegenüber, dass man keine Waffe in der Hand hat und in friedlicher Absicht kommt. Beim traditionellen Handgiftentag in Glandorf muss niemand Angst vor einem Angriff haben, die Bedeutung ist aber ähnlich. „Der Handgiftentag ist eine Art Neubeginn“, erklärte Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann. „Man macht einen Strich unter die Rechnung des vergangenen Jahres.“ 

Ort vorgestellt

In ihrer Begrüßung der rund 130 Gäste in der Gaststätte Zurborn warf das Gemeindeoberhaupt einen kurzen Blick zurück und stellte fest, dass das Jahr 2018 ein repräsentatives Jahr war. Von der Landesgartenschau in Bad Iburg bis zur Grünen Woche in Berlin sei Glandorf vertreten gewesen, um den Ort vorzustellen. Ein starkes Merkmal der Gemeinde sei die stets fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und professionell Tätigen.

Heuvelmann zählte auf, was 2018 geschafft wurde, ging aber auch auf die Dinge ein, die noch nicht angegangen werden konnten. Mal sei es mangelnde Organisation gewesen, mal die Zulieferer und mal bürokratische Hürden, die Projekte wie die Sanierung der Windmühle oder die Verwirklichung der Pättkestour verzögert hätten. „Glandorf bewegt sich – manchmal eben auch langsam“, sagte sie.

2019 stehen erneut viele Veränderungen an. Der Bürgerbusverein und das E-Car-Sharing werden an den Start gehen, die beiden Bundesstraßen werden saniert werden und auch das Feuerwehrgerätehaus in Schwege steht 2019 auf der Agenda. „Wir sind gespannt, ob wir 2019 Fördermittel für den Thieplatz, die kleine Turnhalle und den Verbindungsweg von Glandorf nach Bad Laer erhalten werden“, so Heuvelmann weiter. Die ersten Spatenstiche für das neue Baugebiet Dornberg III und für das Gemeindezentrum seien getan und die Bauarbeiten für das Wohnhaus neben dem Rathaus würden auch bald beginnen.

Beim traditionellen Händeschütteln am Handgiftentag in Glandorf wurden auch Menschen geehrt, die sich in Glandorf engagieren. Foto: Anke Schneider


Zur Tradition des Handgiftentages gehört auch, Gemeindemitglieder zu ehren, die sich 2018 eine besondere Rolle spielten. Hier gab es dieses Mal über 40 Personen, die die Bürgermeisterin namentlich aufrief. Dazu gehörten Karsten Jochmann und Alois Buller, die den Rat verlassen haben, Dorfpolizist Stefan Tiede, der neu in die Gemeinde gekommen ist und der neue Pfarrer Stephan Höne und Pastorin Michaela Jannasch. Josef Tepe wurde Ehrenamtlicher 2018 und Vera Spengkamp und Udo Papenbrock erhielten vom Landrat die Ehrenamtskarte des Landes.

Jubiläum

Erwähnt wurde auch Maria Trentmann, die Weltmeisterin im Stepptanzen wurde, sowie der Marienkindergarten und die Katstrophenband, die im vergangenen Jahr silbernes Jubiläum feierten. Die Organisatoren des Rosenmontagszuges und der Kolping-Karneval waren der Bürgermeisterin ebenfalls eine Ehrung wert, ebenso wie die Frauen der Kfd Schwege und Glandorf für ihren spektakulären Frauenkarneval.

Weiterhin wurde auch der Bürgerbusverein für seine Beharrlichkeit gelobt, ebenso wie der Heimat- und Kulturverein KultourGut, der in der Öffentlichkeit präsent sei, wie kein anderer Verein. Zum Schluss erwähnte die Bürgermeisterin ihre drei Stellvertreter, die ehrenamtlich eine Menge leisteten, ebenso wie die Rats- und Verwaltungsmitglieder für ihre gute Zusammenarbeit.

Im Anschluss an die Ansprache verteilte die Bürgermeisterin Spiele, die dem Motto des Handgiftentags „gestern – heute – morgen“ entsprechend Fotos aus der Vergangenheit, der Gegenwart und Pläne von zukünftigen Projekten zeigten. Mit einem gemeinsamen Essen und angeregten Diskussionen über die Entwicklung der Südkreisgemeinde endete der Handgiftentag 2019.


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