Es soll gebaut werden Investor für Glandorfer "Filetstücke" gesucht

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Filetstück: Der 5200 Quadratmeter große Marktplatz soll neu gestaltet werden. Die Gemeinde möchte den Käufer zu einem Architektenwettbewerb verpflichten. Foto: Anke SchneiderFiletstück: Der 5200 Quadratmeter große Marktplatz soll neu gestaltet werden. Die Gemeinde möchte den Käufer zu einem Architektenwettbewerb verpflichten. Foto: Anke Schneider

Glandorf. Der Marktplatz in Glandorf soll sich verändern. Der Rat beschloss, dass die Verwaltung sich nach einem Investor umschauen soll, der einen Architektenwettbewerb für die Bebauung der Fläche an der Straße „Am Markt“ durchführen wird.

Die Gemeinde Glandorf besitzt mitten im Ort ein 5200 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem derzeit das alte Feuerwehrhaus, ein Wohngebäude und ehemals gewerbliche genutzte Gebäude stehen. Zudem wird die Fläche als Parkfläche und für einen Spielplatz genutzt. Auf einem weiteren Grundstück an der Johannisstraße steht ein ehemaliges Volksbank-Gebäude, in dem derzeit der Johannis-Kindergarten untergebracht ist, der jedoch im kommenden Jahr umziehen wird.  

Architektenwettbewerb

Architekt Stefan Schopmeyer sprach in der Ratssitzung von „Filetstücken“, die für viele Investoren interessant sei dürften. Er sprach sich für das Mittel eines Architektenwettbewerbs aus, weil der ein Instrumentarium für beste Qualität sei. Mindestens zehn Architektenbüros sollten mitmachen. Den Zuschlag bekäme am Ende der, dessen Entwurf am besten ankomme.

Durch den Architektenwettbewerb umschiffe  der Erwerber die Vorgaben des europäisches Vergaberechts, so Schopmeyer weiter. Sowohl die Gemeinde als auch der Investor könnten sich Büros aussuchen. Zwischen den Planern gebe es während der Wettbewerbsphase keinen Kontakt, sie blieben also bis zum Ende der Planungsphase anonym.


Nutzung im Kaufvertrag so weit wie möglich festschreiben

Die Gemeinde könne die Nutzung im Kaufvertrag so weit wie möglich festschreiben. „das kann Wohnbebauung, Kleingewerbe oder eine gemeinschaftliche Nutzung sein“, so Schopmeyer. „Suchen Sie sich jemanden, dem sie vertrauen“, so der Architekt weiter. Bei mehreren Interessenten sollte nicht der Preis entscheiden, sondern die Absichten des Käufers, aus dem Grundstück das Beste zu machen. Der Investor sollte sich verpflichten, am Ende mit einem Preisträger aus dem Architektenwettbewerb zusammenzuarbeiten.

Der Rat sprach sich schließlich bei einer Enthaltung für das Instrumentarium des verpflichtenden Architektenwettbewerbs aus. Nun soll es an die Suche nach einem geeigneten Investor für die Flächen gehen, die unabhängig voneinander verkauft werden sollen.


Und sonst?

Weitere Ratsbeschlüsse der letzten Sitzung dieses Jahres betrafen die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes an der Schulstraße, wo sich die Faust Kunststoffwerke vergrößern möchten. Ebenso wurde die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes an der Straße „Auf der Lage“ beschlossen. Hier handelt es sich um 7,1 Hektar, die bisher landwirtschaftlich genutzt waren und nun für gewerbliche Nutzung vorgesehen sind. Im Umfeld der Flächen sind bereits Gewerbebetriebe angesiedelt.

Zu guter Letzt beschloss der Rat einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein neues Baugebiet in Schwege. Es grenzt westlich an die Siedlung Drosselgasse an und ist 2,1 Hektar groß.


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