Umsetzung ab 2019 Dorfentwicklungsplan vom Glandorfer Rat beschlossen

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Luftbild vom Glandorfer Ortskern Archivfoto: Gert WestdörpLuftbild vom Glandorfer Ortskern Archivfoto: Gert Westdörp

Glandorf. Der Dorfentwicklungsplan für Glandorf, Schwege, Averfehrden, Schierloh, Sudendorf und Westendorf liegtvor. In der letzten Sitzung dieses Jahres wurde er vom Rat abgesegnet, im kommenden Jahr soll es an die Umsetzung gehen.

Die Erstellung des Dorfentwicklungsplans hat ein Jahr gedauert und war harte Arbeit. Viele Ideen und Wünsche mussten unter einen Hut gebracht und nach Priorität sortiert werden „Das war eine spannende Zeit“, sagte Planer Tim Strakeljahn vom Projektbüro pro-t-in aus Lingen, der die Erstellung des Planes begleitet hat. Acht Jahre lang hat die Gemeinde nun Zeit, die Punkte des Entwicklungsplans umzusetzen. Nichts sei jedoch in Beton gegossen, der Dorfentwicklungsplan Plan sei eher ein dynamisches Regiebuch, das nun mit Leben gefüllt werden müsse.  


Die Erstellung des Planes habe durchaus einige Besonderheiten aufgewiesen, die das Projekt einzigartig machen, sagte Strakeljahn. „So haben Sie zum Beispiel Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren beteiligt“, führte er aus. Auch die Idee, in Kneipen auf eigens dafür gedruckten Bierdeckeln Vorschläge zu sammeln, sei ihm noch nicht untergekommen.

Fünf Handlungsfelder seien in dem Plan definiert worden. Darunter die Verkehrsinfrastruktur, das Gemeinschaftsleben und Treffpunkte, Gesundheit und Versorgung, Naherholung und Tourismus und als fünftes Wohnen, Arbeiten und Digitalisierung. Für jedes Handlungsfeld seien Entwicklungsziele formuliert worden. Der nächste Schritt sei nun, eine Umsetzungsbegleitung zu finden, die die Projekte über die kommenden acht Jahre betreut. „Angebote für die Umsetzungsbegleitung werden wir nun unverzüglich einholen“, sagte Frank Scheckelhoff von der Gemeindeverwaltung.


Die Projekte, die als erstes umgesetzt werden sollen, sind unter anderem die Umgestaltung des Thieplatzes, die Verwirklichung der regionalen Pättkentour als Verbindung zwischen den Ortsteilen, die Umfeldgestaltung am Dorfgemeinschaftshaus in Sudendorf, die Sanierung des Heimathauses Averfehrden und eine Querungshilfe über die Laersche Straße in Schierloh. Auch ein Radweg von Schierloh nach Bad Laer findet sich in dem Plan, „und der ist bereits beantragt“, sagte Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann. Die Verwirklichung dürfte jedoch schwierig werden, da dem Land die Mittel fehlen.

Vor dem Ratsbeschluss hat der Dorfentwicklungsplan öffentlich ausgelegen. Auch Träger öffentlicher Belange hatten Gelegenheit, Stellung zu nehmen. Nun folgt die Anerkennung des Dorfentwicklungsplanes als Fördergrundlage durch das Amt für regionale Landesentwicklung und danach die Einwohnerversammlung, die gleichzeitig die Auftaktveranstaltung für die Umsetzungsphase darstellt. Vor allem private Antragsteller haben dort die Möglichkeit, Informationen über die möglichen Förderungen zu erhalten.


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