Konzert in Glandorf Uni-Blechbläser stimmen im Kripplein auf Weihnachten ein

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Das Blechbläserquintett der Universität Osnabrück im Kripplein Christi in Glandorf mit Bastian Tillmann (Trompete), Lukas Lamping (Horn), Viktoria Krumme (Tuba), Justus Heckmann (Posaune) und Angelina Schmidt (Trompete). Foto: Andreas WenkDas Blechbläserquintett der Universität Osnabrück im Kripplein Christi in Glandorf mit Bastian Tillmann (Trompete), Lukas Lamping (Horn), Viktoria Krumme (Tuba), Justus Heckmann (Posaune) und Angelina Schmidt (Trompete). Foto: Andreas Wenk

Glandorf. Die Glandorfer haben das Blechquintett der Universität Osnabrück wie Popstars gefeiert. Anlass: Ein Adventskonzert im Kripplein Christi.

Rhythmischer Applaus, schließlich eine Zugabe und glückliche Gesichter auf der Bühne wie im Publikum, so endete das etwa einstündige Konzert. Das furiose Finale, Justus Heckmann hatte es angekündigt und er sollte Recht behalten. „Vielleicht erkennen Sie das eine oder andere Lied wieder, aber so werden sie diese Lieder bislang kaum gehört haben.“ Fast entschuldigend hatte Heckmann vorausgeschickt, dass die Musik-Studenten, bis auf Tubistin Viktoria Krumme, alles Lehramtsstudenten, im Unterricht später alle Stile beherrschten müssten und dann jazzten sie los. Tatsächlich erinnerten „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „Lasst uns froh und munter sein“ nur noch entfernt an die Lieder, die derzeit landauf landab auf Weihnachtsmärkten zu hören sind, hoben sich aber wohltuend davon ab und entfalteten im Kripplein Christi mit seinem skandinavisch minimalistischen Ambiente einen ganz besonderen Charme.

Klassiker

Dass die Studenten ihre Instrumente mehr als beherrschen, hatten sie zuvor bereits unzweifelhaft unter Beweis gestellt. Sie boten ihrem Publikum ein abwechslungsreiches Programm mit Klassikern wie Jean-Joseph Mourets „Rondeau“, Händels „Hallelujah“ oder Bizet´s „Farandole“ bis hin zu Mischkompositionen englisch-amerikanischer oder deutscher Weihnachtslieder. Besonders schön zu hören: die zarten Dialoge zwischen Tuba und Trompete. Dass Tillmann und Heckmann die Musik durch ein paar sachkundige Erläuterungen näherbrachten, verriet auch neben pädagogischem Anspruch ebenso erfreuliche wie aufschlussreiche Sachkenntnis.

Sowohl Dieter Heimsath vom Verein „Kultour-Gut“ als auch Claudia Kayser-Kadereit vom Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik äußerten sich erfreut darüber, dass Landkreis und Kommune das Projekt unterstützt hatten. Es geht zurück auf ein Konzert des Sinfonieorchesters der Universität im Schloss in Osnabrück. Sein Besuch dort hatte Heimsath zum Anlass genommen, die Initiative zu ergreifen und die Uni mit ihren Musikern nach Glandorf einzuladen. Daraus ist inzwischen eine Kooperation über mehrere Konzerte erwachsen, die beide Seiten offenbar fortsetzen möchten.


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