Jede Menge Arbeit Glandorfer Bürgermeisterin Heuvelmann zieht positive Halbzeitbilanz

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Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann blickte beim politischen Diskussionsabend auf die ersten vier Jahre ihrer Amtszeit zurück. Die Moderation übernahm Martin Peters. Foto: Marius PaulBürgermeisterin Magdalene Heuvelmann blickte beim politischen Diskussionsabend auf die ersten vier Jahre ihrer Amtszeit zurück. Die Moderation übernahm Martin Peters. Foto: Marius Paul

Glandorf. Seit nunmehr vier Jahren sitzt Magdalene Heuvelmann auf dem Chefsessel im Glandorfer Rathaus. Ein perfekter Zeitpunkt um auf die bisherigen Errungenschaften, Veränderungen und Schwierigkeiten zurückzuschauen, aber auch einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben zu wagen.

Zusammen mit der KAB hatte die Kolpingfamilie zum politischen Abend geladen, in dessen Verlauf zahlreiche politische Entwicklungen zum Teil kontrovers diskutiert werden sollten.

Professionalisierung

Im Grundsatz könne sie ein überaus positives Zwischenfazit ziehen, erklärte Heuvelmann. „Ich habe wirklich das Gefühl an der Gestaltung des Ortes mitwirken zu können.“ Dazu zählten auch Veränderungen, die den Bürgern möglicherweise gar nicht so bewusst wären und vor allem den Verwaltungsapparat beträfen: „Wir haben innerhalb der Verwaltung einen Professionalisierungsprozess angeschoben, indem unter anderem eine regelmäßige Fachdienstleiterbesprechung eingeführt und verschiedene Stellen und Aufgaben neu zugeschrieben wurden.“ Darüber hinaus wolle man den Kontakt zu den Bürgern weiter verbessern. Dies sei jedoch ein langwieriger Prozess und erfordere intensive Handlungsbereitschaft.

Zudem gestalte sich die Zusammenarbeit mit dem Rat in der Vergangenheit äußerst konstruktiv und positiv, so Magdalene Heuvelmann. „Wir haben zwischenzeitlich viel auf den Weg gebracht. Beispielsweise konnten wir im Bereich des Flächenmanagements erhebliche Fortschritte verzeichnen und verfügen mittlerweile über eigene Flächen, die wir als Tauschmittel einsetzen können.“

Selbständiger

Ein weiteres wichtiges Thema sei die Bürgermeisterkonferenz, in der sich die Bürgermeister der 21 Städte, Gemeinden und Samtgemeinden des Landkreises regelmäßig zusammenfinden und über aktuelle Entwicklungen debattieren. Laut Heuvelmann habe man gerade auch auf Druck der unabhängigen Bürgermeister die Position der Kommunen gegenüber dem Kreis deutlich stärken können. „Das finanzielle Gleichgewicht ist aus den Fugen geraten und deshalb haben wir die Strukturen zum Kreis neu geordnet. Die Gemeinden müssen selbständiger werden, denn die unmittelbaren Folgen tragen die Kommunen vor Ort und deshalb sollten bestimmte Entscheidungen auch vor Ort getroffen werden.“ Aus diesem Grund fordere die Bürgermeisterkonferenz für die Zukunft unter anderem eine deutliche Senkung der Kreisumlage, denn eine Sanierung des Kreises dürfe nicht auf Kosten der Gemeinden geschehen.

Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann blickte beim politischen Diskussionsabend auf die ersten vier Jahre ihrer Amtszeit zurück. Foto: Marius Paul


Umfassende Kritik erntete die Bürgermeisterin beim Thema Gebührenerhöhung für Wasser und Abwasser. Ein derartiger Anstieg der Kosten sei nur schwerlich nachzuvollziehen, hieß es aus der Besucherrunde. Sie könne den Ärger nachvollziehen, allerdings sei hier absolute Grundlagenarbeit notwendig, da in der Vergangenheit entsprechende Maßnahmen außer Acht gelassen worden seien: „Es besteht ein dringender Handlungsbedarf, da das Versorgungsnetz veraltet und im Bereich der Kläranlage ein erheblicher Investitionsstau vorhanden ist. Derzeit halte ich den eingeschlagenen Weg für alternativlos“, sagte Heuvelmann.

Dorferneuerung

Auf reges Interesse stieß auch das Thema Dorferneuerung. Am Marktplatz verfüge die Gemeinde mittlerweile über zwei Grundstücke. In einem offenen Prozess suche man derzeit nach einem geeigneten Investor, den man zu einem Architektenwettbewerb verpflichten wolle. 

Auch im Bereich des Thieplatzes befinde man sich weiterhin in einem Planungsprozess. Derzeit diskutiere man zwei mögliche Lösungsvorschläge. Außerdem seien bereits notwendige Förderanträge gestellt worden. Bevor man allerdings Fakten schaffe, seien auch in diesem Fall weitere Planungen vonnöten, betonte Heuvelmann. Sie verfolge in diesem Zusammenhang weiterhin das Ziel, dem Ort Glandorf durch die Neugestaltung ein stärkeres Profil zu verleihen und ein mögliches Alleinstellungsmerkmal zu schaffen.


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