Wurstebrotmanufaktur eingeweiht Sparkassenstiftung unterstützt Projekt des Glandorfer VHLT

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Die neue Küche unterzogen Wilhelm Soetebeer vom VHLT, Sparkassenvorstand Johannes Hartig, VHLT-Vorsitzender Antonius Recker, Karl Dierker vom VHLT und Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann gleich dem Praxistest. Foto: Petra RopersDie neue Küche unterzogen Wilhelm Soetebeer vom VHLT, Sparkassenvorstand Johannes Hartig, VHLT-Vorsitzender Antonius Recker, Karl Dierker vom VHLT und Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann gleich dem Praxistest. Foto: Petra Ropers

Glandorf. Mit 10.000 Euro unterstützte die Stiftung der Sparkassen den Verein zur Erhaltung historischer Landtechnik und ländlichen Brauchtums Glandorf bei der Einrichtung seiner neuen Vorbereitungsküche. Die „Wurstebrotmanufaktur“, in der traditionelle Rezepte erhalten bleiben, ist am Freitag eingeweiht worden.

WMF – kurz für: Wurstebrotmanufaktur – nannte Antonius Recker, Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung historischer Landtechnik und ländlichen Brauchtums (VHLT), scherzhaft die Räumlichkeiten, die am Freitag ihre offizielle Einweihung feierten. Ihre Bewährungsprobe hat die neue Küche bereits vor einigen Wochen mit Erfolg hinter sich gebracht: Die vielen Besucher auf dem Kürbismarkt genossen am Stand des VHLT Wurstebrot und gebratene Leberwurst aus der WMF.

Größtenteils in Privaträumen entstand bislang das, was als traditionsreicher Genuss auf keinem Kürbismarkt fehlen darf. Schon vor drei Jahren kam deshalb im VHLT der Gedanke auf, für die Herstellung von Wurstebrot, Leberwurst oder auch Kartoffelpuffern eine Einrichtung zu schaffen, die den Bedürfnissen des Vereins ebenso wie den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Im Winterhalbjahr 2016/17 begannen nach gründlicher Planung die ersten Arbeiten. Der ehemalige Schweinestall des Hofes Recker sollte entsprechend umgebaut und eingerichtet werden.

Erhalt ländlichen Brauchtums

Doch trotz großen ehrenamtlichen Engagements und sparsamer Bauausführung reichten die Mittel nicht aus. Vor allem die unangenehmen Überraschungen im Grundmauerbereich trieben die Kosten in die Höhe. Hilfe kam auf Antrag von der Stiftung der Sparkassen sowie von der Gemeinde Glandorf. Beiden galt zur Eröffnung der ausdrückliche Dank Reckers: „Sie leisten damit einen erheblichen Beitrag zur Erhaltung unserer kleinen musealen Einrichtung.“

Denn die Produktion von Wurstebrot und Co. nach alten, überlieferten Rezepten ist nicht nur eine praktische Form des Erhalts ländlichen Brauchtums. Der VHLT ist für seine vielfältige Arbeit auch finanziell auf den Erlös des Verkaufs angewiesen. Ein großes Dankeschön galt deshalb auch den Helfern, die rund 600 Stunden ehrenamtlicher Arbeit in den Umbau investierten.

Zeit und Herzblut investiert

„Es steckt viel Arbeit, Zeit und Herzblut in diesem Projekt“, lobte Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück, bei der Übergabe des symbolischen Schecks den VHLT. Die neue Küche sei keine Eintagsfliege, zeigte er sich überzeugt: „Sie wird nachhaltig wirken.“ Der VHLT sei in Glandorf eine feste Größe, hob auch Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann hervor: „Die Gemeinde kann jederzeit auf euer tolles ehrenamtliches Engagement zurückgreifen.“ Engagement bewies der VHLT auch zur Einweihung der neuen Manufaktur: Er verwöhnte die Gäste mit original Glandorfer Wurstebrot und Leberwurst.  


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