Preise steigen kräftig Glandorfer müssen ab 2019 mehr für Wasser und Abwasser zahlen

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Vom Reinwasser-Dom, wo das Wasser entlüftet und „entspannt“, wird das Trinkwasser in drei Hochbehälter in Glandorf verteilt. Archivfoto: Frank MuscheidVom Reinwasser-Dom, wo das Wasser entlüftet und „entspannt“, wird das Trinkwasser in drei Hochbehälter in Glandorf verteilt. Archivfoto: Frank Muscheid

Glandorf. Die Wasser- und Abwassergebühren werden im kommenden Jahr steigen. Beim Schmutzwasser ist der Unterschied sogar sehr deutlich. Die Preise steigen von 2,60 Euro pro Kubikmeter auf 3,64 Euro pro Kubikmeter. Frischwasser steigt von 1,24 Euro auf 1,32 Euro pro Kubikmeter, der Preis für Niederschlagswasser von 22,64 auf 24,72 Euro je angefangene 100 Quadratmeter versiegelte Fläche.

Kämmerer Dirk Schmalstieg stellte die neue Gebührenkalkulation nun im Finanz- und Feuerwehrausschuss vor. Erstellt hatte sie die K+W Wirtschaftsberatung aus Kiel. Im Juni hatte der Ausschuss sich dafür ausgesprochen, die Berechnung in die Hände externer Fachleute zu geben. Ziel dabei war die Erarbeitung einer neuen, an das aktuelle Gebührenrecht angepassten und für die Gemeindewerke rechtssicheren Basis für die kommenden Jahre. Dabei sollte der hohe Sanierungsbedarf bei der Kläranlage und im Abwassernetz berücksichtigt werden.

Sanierungskosten 

Der Mitarbeiter der Wirtschaftsberatung war kurzfristig erkrankt, so dass Dirk Schmalstieg die wesentlichen Elemente der Gebührenkalkulation erklärte. Die deutliche Erhöhung der Schmutzwassergebühren erkläre sich durch Ersatzinvestitionen und Sanierungskosten für die Abwasserkanalnetze und vor allem für die Kläranlage, sagte er. Alleine für die Kläranalge seien im Jahr 2019 Baumaßnahmen mit 1,5 Million Euro in der Kalkulation berücksichtigt. Beim Niederschlagswasser flossen in die Kalkulation Investitionen in Regenwasserkanäle und Regenrückhaltebecken ein.

Für einige Ausschussmitglieder war der Sprung vor allem bei den Schmutzwassergebühren zu groß. Das dürfte bei den Glandorfer Bürgerinnen und Bürgern nicht gut ankommen, hieß es. Schmalstieg räumte ein, dass der Block an Investitionen beachtlich sei, da die Technik der Kläranlage nach 23 Jahren Betrieb sehr veraltet sei. Die Ersatzinvestitionen im Abwassernetz seien laut dem Schadenbehebungskonzept für die öffentliche Kanalisation ebenfalls unumgänglich und nicht aufschiebbar. Im Vergleich zu anderen Gemeinden in der Umgebung stehe man aber mit den Frischwasser- und Niederschlagswassergebühren trotzdem noch ganz gut da.

Staus vermeiden

Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann versicherte, dass man nun „anders unterwegs“ sei und das Wasser- und Abwassernetz im Auge behalten würde - auch um künftig keine Investitionsstaus entstehen zu lassen. Über den Beschlussvorschlag wurde trotzdem nicht abgestimmt, da man den Vertreter der Kieler Wirtschaftsberatung noch einmal einladen will. Möglicherweise wird er im Verwaltungsausschuss am 29. November Rede und Antwort stehen können.


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