Anhebung nach 14 Jahren Hundesteuer ab 2019 in Glandorf teurer

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Werden teurer: Hundehalter in Glandorf sollen im kommenden Jahr mehr Steuern für ihre vierbeinigen Familienmitglieder zahlen. Foto: Sebastian Gollnow/dpaWerden teurer: Hundehalter in Glandorf sollen im kommenden Jahr mehr Steuern für ihre vierbeinigen Familienmitglieder zahlen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Glandorf. Hundebesitzer in Glandorf sollen ab dem Jahr 2019 mehr für ihre vierbeinigen Familienmitglieder zahlen. Nach 14 Jahren will die Gemeindeverwaltung die Hundesteuer anheben.

Eine Anhebung der Hundesteuer nach so langer Zeit sei gerechtfertigt, heißt es in der Beschlussvorlage, über die der Finanz- und Feuerwehrausschuss nun abzustimmen hatte. Demnach sollen Hundebesitzer ab dem kommenden Jahr für den ersten Hund 54 statt 48 Euro zahlen, für den zweiten Hund 72 statt 66 Euro und für jeden weiteren Hund 96 statt 84 Euro. Bei derzeit insgesamt 484 Hunden nähme die Gemeinde bei der vorgeschlagenen Erhöhung im kommenden Jahr somit knapp 29.000 Euro Hundesteuern ein, 3135 Euro mehr ein, als bisher. 

Günstig im Vergleich

Im Vergleich mit anderen Gemeinden bleibt Glandorf mit ihren Steuersätzen im Mittelfeld. In Dissen und Bad Rothenfelde müssen Hundebesitzer für den Ersthund sogar 60 Euro zahlen, in Georgsmarienhütte sind es 81 Euro. Bad Laer liegt mit 54 Euro für den Ersthund gleichauf.

Die Hundesteuer wurde in Preußen um das Jahr 1810 als Luxussteuer erstmals eingeführt. Von der Zahlung der Hundesteuer sind grundsätzlich alle Hundehalter betroffen, egal wie hoch ihr Einkommen ist. Die Hundesteuer wird zu den Gemeindesteuern gezählt. Wie bei jeder Steuer handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Abgabe, der keine spezielle Leistung gegenübersteht. Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann betonte jedoch, dass die Gemeinde durch die Hunde durchaus Kosten habe, beispielsweise für das Entfernen der Hinterlassenschaften auf Spielplätzen. Und die Hundepopulation in Glandorf habe zugenommen.

Rat entscheidet

Der Ausschuss zeigte sich durchaus uneinig bei der Frage nach der Anhebung der Steuer. Als nächste Instanz muss nun der Verwaltungsausschuss seine Meinung äußern, bevor der Gemeinderat am 5. Dezember entscheiden muss.


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