In Kitas und Schulen Mittagessen für Glandorfer Kinder wird teurer

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Glandorfer Eltern müssen ab August 2019 mehr Geld fürs Schul- und Kitaessen auf den Tisch legen. Foto: dpaGlandorfer Eltern müssen ab August 2019 mehr Geld fürs Schul- und Kitaessen auf den Tisch legen. Foto: dpa

Glandorf. Glandorfer Eltern müssen im kommenden Jahr mit höheren Kosten für das Mittagessen in Kitas und Schulen rechnen. Die Einführung einer sogenannten Sachkostenpauschale hat der Sozialausschuss empfohlen. Entscheiden wird der Rat der Gemeinde am 5. Dezember.

Bisher zahlten die Eltern der Kinder in den Krippen, Tagesstätten, der Grundschule und der Oberschule den reinen Bezugskostenpreis des Mittagsessens. „Das ist der Preis, den das St.-Antonius-Haus in Remsede für ein Portion tatsächlich bekommt“, erklärt Helmut Gerding von der Gemeindeverwaltung. In den Tagesstätten sind das 3 Euro, in den Krippen 1,50 Euro und in den Grundschulen 3,20 Euro. Die Oberschule nahm 3,50 Euro, obwohl das Essen hier 3,40 Euro pro Kopf kostet. Zehn Cent wurden für die Sachkosten bereits einbehalten.

Kosten für Spülmaschine und Personal

„Zu den Sachkosten zählen zum Beispiel die Personalkosten in den Kantinen, wie die Küchenhilfen“, so Gerding weiter. Aber auch die Personalkosten in der Verwaltung zählen dazu. Ebenso die Kosten für die Gerätebeschaffung wie zum Beispiel eine Spülmaschine, oder die Kosten für Instandsetzung und Reparatur.

Ab dem 1. August 2019 soll nun in allen Einrichtungen eine Sachkostenpauschale erhoben werden. Die Eltern der Kindertagesstätten zahlen 1 Euro mehr. Allerdings wurden hier bereits zum 1. August dieses Jahres provisorisch 50 zusätzliche Cent erhoben, so dass sich der Preis für das Mittagessen im kommenden August nur um 50 Cent erhöhen wird. Eltern zahlen dann 4 Euro pro Mittagessen.

Unterschiedliche Zusatzkosten

In den Krippen kommen 50 Cent dazu, so dass ein Mittagessen dann 2 Euro kostet, in den Grundschulen steigt der Preis für ein Mittagessen um 1,10 Euro auf 4,20 Euro. Eltern der Oberschüler müssen ab dem nächsten Schuljahr 1,05 Euro mehr, also 4,45 Euro zahlen.

Die Sachkostenpauschale deckt laut Gerding 75 Prozent der tatsächlichen Kosten ab. „Der Beitrag zum Mittagessen soll schließlich eine soziale Leistung bleiben.“ Er weist darauf hin, dass für Eltern mit geringem Einkommen nach wie vor eine weitgehende Kostenübernahme durch das Bildungs- und Teilhabepaket besteht. Es verbleibe dann ein Eigenanteil von 1 Euro pro Essen. Darüber hinaus bestehe noch die Möglichkeit einer Ermäßigung im Rahmen des Familienpasses.


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