Markttreiben bei steifer Brise Kürbisse, Kunsthandwerk und Kaninchen zogen Besucher an

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Kürbisse in allen Farben, Größen und Verarbeitungsformen haben das Bild auf dem Kürbismarkt in Glandorf geprägt. Der Markt fand nun zum 16. Mal statt. Foto: Petra RopersKürbisse in allen Farben, Größen und Verarbeitungsformen haben das Bild auf dem Kürbismarkt in Glandorf geprägt. Der Markt fand nun zum 16. Mal statt. Foto: Petra Ropers

Glandorf. Glandorf hat am Sonntag zum 16. Mal den Kürbismarkt gefeiert. Trotz vorwinterlicher Kälte: Kürbisse, Kunsthandwerk und Kaninchen lockten viele Besucher in den Glandorfer Ortskern.

Eine steife Brise wehte durch die Straßen von Glandorf. Doch herbstliche Witterungsbedingungen hält weder die Glandorfer ab noch die vielen auswärtigen Besucher fern: Sie suchten am Sonntag kurzerhand die dicken Jacken aus dem Schrank und schlenderten über die bunte Meile und den Flohmarkt.

Ehrenamtliches Engagement

Auch Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann ließ sich das fröhliche Treiben rund um den Kürbis nicht entgehen. „Großartig, vielfältig, herbstlich bunt und mit viel ehrenamtlichem Engagement“, urteilte sie über den Kürbismarkt, der in der Regie des Gewerbevereins bereits seine 16. Auflage feierte. Das ehrenamtliche Engagement ist neben dem breiten Angebot auch ein wesentliches Kennzeichen des Markttreibens.

Beim Kürbismarkt fanden die 120 Brote aus dem Steinofen regen Absatz. Die Einnahmen sind zugunsten der Sanierung der Windmühle. Foto: Petra Ropers


120 Brote aus dem Steinofen

Bereits am Freitagabend heizte der Windmühlenverein dafür nach alter Art seinen Steinofen an. Die ganze Nacht über brannten die Scheite – immer wieder kontrolliert von Vorstandsmitglied Josef Laumann. Am Samstagmittag wanderten schließlich 120 Brote in den Ofen. Beim Kürbismarkt fanden sie regen Absatz zugunsten der Sanierung der Windmühle. „Wir warten derzeit auf die Montage der Flügel“, erklärte der Vorsitzende Hubert Schlotmann.

Wurstebrot und Kürbissuppe

Wenige Schritte weiter liefen unterdessen die Pfannen des Vereins zur Erhaltung historischer Landtechnik (VHLT) heiß. Schließlich ist für viele Stammgäste des Kürbismarktes ein Bummel ohne den Genuss von Wurstebrot oder gebratener Leberwurst nicht komplett. Natürlich durfte auch der namensgebende Kürbis nicht fehlen. Er wurde als schmackhafte Suppe, als süße Kürbiswaffel, als ganze Frucht für Küche und Deko präsentiert. Die jungen Künstler der Glandorfer Kindergärten hatten ihnen noch frechen Fratzen geschnitzt. 

Die Nachfrage nach einem Stand auf dem Kürbismarkt ist traditionell groß. Zum ersten Mal präsentierte sich am Sonntag der Hospizkreis Ostbevern mit frisch gebackenen Waffeln auf dem Markt. Und auch „Die Gemüsegärtner“ aus Kalkriese bereicherten erstmals das bunte Bild auf der Osnabrücker Straße.

Lange Tradition hat dagegen die Kunst- und Handarbeitsausstellung im Saal Herbermann. Hier ließen sich die Damen des Glandorfer Klöppelkreises bei der Feinarbeit mit Faden und Klöppeln über die Schulter schauen. Von Schmuck und Gestricktem über selbst genähte Tischdecken bis zu weihnachtlichen Dekorationen spannte sich der Bogen liebevoll gefertigten Handarbeit.

Prämierte Kaninchen

Zwei Wochen vor seiner Teilnahme an der Europameisterschaft präsentierte der Kaninchenzuchtverein Glandorf in der Halle 175 Tiere. Foto: Petra Ropers


In den Straßen wiesen zudem rosa Kaninchen den Weg zur Fahrzeughalle von Martins Getränkemarkt. Zwei Wochen vor seiner Teilnahme an der Europameisterschaft präsentierte der Kaninchenzuchtverein Glandorf in der Halle 175 Tiere. Die zufriedenen Preisrichter sparten nicht mit Punkten. Den Titel des Vereinsmeisters errang schließlich Martin Kürten mit Kanickel "Perlfeh". Er stellte auch den besten Rammler der Schau. Die beste Häsin präsentierte  Lydia Honerkamp.


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