Hoffest für einen guten Zweck Spendenerlös von 6500 Euro geht an Kinderkrebshilfe Münster

Von Alexander Heim

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Ganz besondere Finanzspritze: Michael und Tanja Möllenbeck (v.l.) überreichten an Diana Deichmöller (Mitte) von der Kinderkrebshilfe Münster einen Scheck in Höhe von 6500 Euro. Auch Ewald Möllenbeck und Ehefrau Elisabeth unterstützten die gute Tat. Foto: Alexander HeimGanz besondere Finanzspritze: Michael und Tanja Möllenbeck (v.l.) überreichten an Diana Deichmöller (Mitte) von der Kinderkrebshilfe Münster einen Scheck in Höhe von 6500 Euro. Auch Ewald Möllenbeck und Ehefrau Elisabeth unterstützten die gute Tat. Foto: Alexander Heim

Glandorf. Vor 50 Jahren, im Juni 1968, gründete der damals 19-jährige Ewald Möllenbeck sein Lohnunternehmen. Mitte Oktober wurde das halbe Jahrhundert groß gefeiert. Und der Tag der offenen Tür zugleich in den Dienst einer guten Sache gestellt. Mit enormen Erfolg.

Da war selbst Diana Deichmöller sprachlos. Immer mal wieder fährt die Verwaltungs-Mitarbeiterin der Kinderkrebshilfe Münster zu Spendenübergaben hinaus, nimmt wertvolle finanzielle Unterstützung für den Verein entgegen. Doch was sie jetzt beim Treffen mit Tanja und Michael Möllenbeck erlebte, verschlug selbst ihr die Sprache. „Ich kannte die Summe vorher nicht“, versichert die 41-Jährige. „Als Frau Möllenbeck die erste Sechs aufschrieb, dachte ich an 600 Euro.“ Doch weit gefehlt.

Besucherandrang, der sich Mitte Oktober

Stolze 6500 Euro waren es , die als Reinerlös des „Tages der offenen Tür“ anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Unternehmens Möllenbeck, das Ewald Möllenbeck 1968 gegründet hatte, zusammen gekommen waren. „Es gab an dem Tag so gut wie kein Wechselgeld“, erinnert sich der heutige Chef Michael Möllenbeck. „In einem Fall wurde für zwei Kaffee und Kuchen sogar mit 100 Euro bezahlt“, berichtet Elisabeth Möllenbeck.

Nicht nur mit Blick auf den Besucherandrang, der sich Mitte Oktober aus den umliegenden Gemeinden auf den Hof am Irseldamm schob, war es ein ganz besonderer Tag. Das gute Wetter trug womöglich zur Spenderlaune bei. Tatsächlich kamen durch die Verkaufserlöse von Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Co., aber auch durch die Versteigerung einer Holz-Sitzbank sowie weiterer kleiner, aus Holz gefertigten Kirchen sagenhafte 6500 Euro zusammen.

Spielzimmer, Elternküche und Piekskiste

Ein großes Dankeschön gaben Tanja und Michael Möllenbeck an alle Spender weiter, aber auch an alle Helfer, die zum guten Gelingen des Tages beigetragen hatten. Nun obliegt es Diana Deichmöller und dem Vorstandsteam der Kinderkrebshilfe, wofür genau das Geld eingesetzt wird.

„Auf der Station sorgen Erzieherinnen dafür, dass die Kinder basteln können“, sagt Tanja Möllenbeck aus eigener Anschauung. „Es gibt ein Spielzimmer, die Elternküche oder die Piekskiste“, ergänzt Michael Möllenbeck. Und auch Klinik-Clowns sorgen im Krankenhausalltag für willkommene Abwechslung.

Tochter an Krebs erkrankt

Genau diese Bereiche zu unterstützen ist Tanja und Michael Möllenbeck wichtig. Schließlich haben sie aus eigener Erfahrung diese Angebote schätzen gelernt, nachdem ihre Tochter Ida an Krebs erkrankt war. „Die Zeit wird ganz schön lange, wenn man über Tage, Wochen und Monate nur im Zimmer sitzt“, erzählt Michael Möllenbeck. Wenn dann jemand mit Farbe kommt und dann zum Beispiel für kleine Kunstwerke auf der Haut sorgt, hebt das die Stimmung. „Mir ist wichtig, dass die Spende dem Spielzimmer zu Gute kommt“, sagt Möllenbeck und gibt das als Anregung Diana Deichmöller mit auf den Weg. Vor allem aber soll die Station als Ganzes profitieren. Es würden sich auch die Kinder freuen, wenn sie weiterhin kontinuierlich von Musiktherapeuten begleitet werden könnten. Die Entscheidung darüber wird in Kürze der Vorstand treffen, erläutert Diana Deichmöller.


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