Musik und Spezialitäten Hollandmarkt ist Shoppen mit Unterhaltungswert

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Für den spritzigen Sound zum unterhaltsamen Marktbummel sorgte im Glandorfer Ortskern die „Bloaskapelle Wied’rbie“. Foto: Petra RopersFür den spritzigen Sound zum unterhaltsamen Marktbummel sorgte im Glandorfer Ortskern die „Bloaskapelle Wied’rbie“. Foto: Petra Ropers

Glandorf. Das Event zum Shoppen, Bummeln und Schauen ist Kult: In Glandorf machte am Sonntag wieder der rollende Hollandmarkt Station.

Rot-weiß-blaue Fähnchen an den Ständen, gut gelaunte Besucher, die sich zentimeterweise zwischen ihnen hindurchschieben, und überall die lauten Rufe der Händler, die mit hörbarem Akzent und viel Humor ihre Waren anpreisen: Ein Besuch auf dem Hollandmarkt ist ein Einkaufsbummel mit Unterhaltungswert. Dafür sorgte am Sonntag nicht nur die „Bloaskapelle Wied’rbie“, die spritzig aufspielte, wo auch immer sie ein wenig Platz fand.

Der war streckenweise durchaus begrenzt. Denn der kultige Marktbummel lockte nicht nur die Glandorfer selbst in den Ortskern. Ein Blick auf die allesamt voll besetzten Parkplätze zeigte vielmehr Kennzeichen von Warendorf bis Hannover. „Die Leute nehmen das an“, konstatierte Initiator Michael Biedendieck zufrieden. Das ist dem landestypischen Angebot wohl ebenso zu verdanken wie dem einzigartigen Flair und dem launigen Zungenschlag der Händler.

Singende Markthändler

Da fliegt schon mal ein freches „Hey, Blumenfritze“ zum Nachbarstand, der erstmals frische Schnittblumen mit nach Glandorf bringt. Nur ein paar Meter weiter erfahren die Besucher, die interessiert bei herbstlich dekorierten Kränzen und Kürbissen stehenbleiben: „Alles Schöne kommt doch aus Holland.“ Und alles Leckere sowieso. Dabei gibt es die Überraschungstüte mit Mettwurst zu einem Sonderpreis, den der selbsternannte „Roy Black von Holland“ singend quer über die Straße verkündet.

Wer noch zögert, dem verrät der bestens gelaunte Marktsänger mit einem augenzwinkernden Blick zum Stand ein paar Meter weiter das neueste Diätgeheimnis: „Käse macht dick. Wurst macht schön und schlank.“ Und weil Probieren bekanntlich über Studieren geht, dürfen die Marktbesucher auch gleich einmal kosten. An kulinarischen Begegnungen mit dem Nachbarland fehlt es ohnehin nicht. Da bleibt in Glandorf und Umgebung die Küche zum Hollandmarkt einfach kalt.

Kulinarische Begegnung mit Nachbarn

Denn mit „gebakken Vis“ und „Frikandeln“, Pommes oder Poffertjes mit Puderzucker ist für jeden Gaumen etwas dabei. Kopfkissen, Kurzwaren, Käse und Kinderschuhe: Wer suchte, der fand auf der Marktmeile, die sich fähnchengeschmückt über die Osnabrücker und die Münsterstraße zog. Die Besucher flanierten ganz entspannt von Stand zu Stand und nutzten zwischendurch die Gelegenheit, Bekannte zu treffen und einen kleinen Klönschnack zu halten.

„Ein Jahr gewartet und endlich sind die Holländer wieder da!“ hieß es mit einem Grinsen zwischen Blumen und Kürbissen. Und nicht nur sie hatten sich auf den Besucheransturm bestens vorbereitet. Auch die Glandorfer Geschäftsleute öffneten mit interessanten Angeboten ihre Türen.


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