39. Auflage der Scheunenparty Glandorfer Festwochenende startet mit Ü-30-Party

Von Andreas Wenk

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awen Glandorf. Auf dem Hof Niermann-Borgmeyer herrscht buntes Treiben. Am letzten Augustwochenende steht zum 39. Mal die legendäre Scheunenparty auf dem Programm.

Den Auftakt bildet am Freitag, 24. August, DJ Sebastian Gottlöber auf der Ü-30-Party, ein Format, das die Katholische Landjugend-Bewegung (KLJB) vor vier Jahren eingeführt hat. Es habe sich bestens bewährt, wie die Vorsitzende Julia Herbermann versichert.

Verbundenheit

Zusammen mit Verona Niermann, die auf dem Hof zuhause und als Schriftführerin auch für die Pressearbeit zuständig ist, erläutert Herbermann die Idee: Danach galt es, einen Treffpunkt für all jene zu schaffen, die aus der typischen Zielgruppe der Jugendlichen herausgewachsen sind, sich der KLJB aber immer noch verbunden fühlen. Für Frederik Maag, den 2. Vorsitzenden, ist die positive Resonanz auch eines der herausragend positiven Erlebnisse der vergangenen Jahre gewesen.

Herzstück des Party-Wochenendes bleibt aber die Scheunenparty am Samstag. Für die Musik sorgt „Connexion X“. Die Veranstalter erwarten dazu mehr als 1000 Besucher. Erfahrungen aus den Vorjahren zeigen, dass die Gäste nicht allein aus Glandorf kommen, sondern zum Teil aus Orten wie Ostbevern, Hilter, Milte oder Füchtorf anreisen.

Emsiges Treiben

Zwei Tage vor dem Festwochenende laufen rund 50 junge KLJBler über den Hof, Gabelstapler und Schlepper fahren umher und junge Frauen bemalen Holztafeln, während junge Männer in der 15 mal 35 Meter großen Scheune Tarnnetze, Folien und Lichterketten aufhängen. Am Ende soll der große Raum offenbar wie eine Mischung aus Gewölbekeller und Himmelszelt wirken. Das erfordert natürlich minutiöse Vorbereitung. Doch die Crew um Julia Herbermann und Frederik Maag gibt sich routiniert. Beim 39. Mal weiß man, wie es geht und „die Alten lernen die Neuen an“, ergänzt Verona Niermann. Mehr aus Glandorf im Netz

Wenn so viele junge Leute anreisen, wäre an vielen Orten Ärger mit Eltern und Anwohnern vorprogrammiert. Nicht so auf dem Hof Niermann-Borgmeyer. Schließlich gehörte schon Veronas Großvater zu den Unterstützern der ersten Stunde. Der Überlieferung nach habe ihr Großvater bei einem Bier spontan seine Zustimmung gegeben als die Frage aufgekommen war, wer eine große Scheune zur Verfügung stellen könne. Da bereits nach dem Verlassen der letzten Gäste mit dem Aufräumen begonnen werde, habe auch ihr Vater nichts dagegen. Mittlerweile ist die dritte Generation involviert. Für die Nachbarn gibt es sogar eine „Naubers Eck“ mit eigenem Kühlschrank, damit die sich dort in Ruhe unterhalten können.

Mit Feuerwehr, Erste Hilfe durch Malteser und einem Sicherheitsdienst bewegt sich der Fixkostenblock im mittleren bis oberen vierstelligen Bereich. Dennoch sind die Veranstalter zuversichtlich, dass am Ende ein Beitrag für die KLJB-Arbeit übrig bleibt. Ob das gelingt, hängt am Ende auch vom Wetter ab. Zwar bieten Scheune und Hof genügend Platz, aber natürlich macht es mehr Spaß, wenn es von oben nicht in die frisch frittierten Pommes regnet.

Da die KLJB und andere Vereine sich bei solchen Events regelmäßig unterstützen, kann das Organisationsteam nicht nur auf helfende Hände zurückgreifen, sondern rechnet auch mit zahlreichen Freunden unter den Besuchern, zumal das Vereinsleben in Glandorf einen hohen Stellenwert besitzt, wie Julia Herbermann versichert.


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