„Mit Herz und Leidenschaft“ Drei Tage lockten in Glandorf Buden und Karussells

Von Alexander Heim

Echter Renner unter den Karussells: Der Fliegende Teppich ließ vor allem die Jugend emporschnellen. Foto: Alexander HeimEchter Renner unter den Karussells: Der Fliegende Teppich ließ vor allem die Jugend emporschnellen. Foto: Alexander Heim

Glandorf. Wenn sich die Kirmes in Glandorf ankündigt, dann ist der Familienausflug quasi schon gebucht. Als i-Tüpfelchen an den Ausklang der Ferien beziehungsweise als versüßender Abschluss der ersten Schulwoche konnte am Wochenende rund um die St Johanniskirche ausgiebig gefeiert werden.

Ob wirklich alle rund 7.000 Glandorfer auf den Beinen sind, wenn die Schausteller ihre Stände und Fahrattraktionen aufstellen? Das wollte auch Bernd Tovar nicht beschwören. Einige Tausend sind es zumindest wohl gewesen, die von Freitag bis Sonntag den Weg auf den Platz Am Thie gefunden haben, um gemütlich durch Glandorfs gute Stube zu bummeln. Richtig voll war es dabei ohne Frage bereits am Freitagnachmittag, als sich wieder Hunderte von Mädchen und Jungen vor der kleinen Bühne einfanden, um anlässlich der offiziellen Eröffnung bei der großen Verlosungsaktion mit dabei zu sein. „150 Fahr-Chips“, so Bernd Tovar, sind seitens der Fahrgeschäfte wieder gespendet und unter den jungen Kirmesfans verteilt worden. Zudem lockte der Auftakt der Kirmes mit vergünstigten Fahrpreisen in den Karussells. Kein Wunder also, dass sowohl der Autoscooter als auch der „Fliegende Teppich“ bestens frequentiert wurden.

Charmant und familiär

Bürgermeisterin Dr. Magdalene Heuvelmann hatte die Kirmes mit dem besonderen Charme des Familiären am Freitagnachmittag eröffnet. „Viele Aussteller sind mit Herz und Leidenschaft dabei“, befand sie. Sie dankte nicht nur dem Spielmannszug Glandorf-Schierloh für seine musikalischen Einlagen, sondern auch explizit den Schaustellern und dem Windmühlenverein. Und ließ es sich anschließend - gemeinsam mit vielen weiteren Kollegen aus dem Rat - nicht nehmen, selbst eine erste Runde mit dem Autoscooter zu drehen.

Feurige Live-Musik

Rund 45 Schausteller hatten mit ihren Wagen und Karussells auch in diesem Jahr wieder den Weg ins Glandorfer Herz gefunden. Als ebenso besonderes wie nostalgisches Highlight winkte dabei eine Fahrt in „Feldmann’s Raupe“. Die Standbetreiber hatten zudem erneut eine Band gesponsort, die am Samstagabend Am Thie mit ihrer feurigen Live-Musik für gute Stimmung sorgte. Und auch die inzwischen traditionelle Versteigerung von Fund-Fahrrädern kam neuerlich gut an. Die jüngsten Gäste hatten viel Spaß am Samstagnachmittag, als Puppenspieler Adolf Hortz spannende Geschichten vorführte und Groß und Klein in die Magie des Puppentheaters hineinzog.

Steinofenbrot an der Mühle

Wer abseits des ganz großen Trubels ein wenig schauen und staunen wollte, dem bot der Trödelmarkt am Samstag und Sonntag genau das Richtige. Am Sonntag hatte zudem der Windmühlenverein seine Tore geöffnet und bot an der Hofeinfahrt zur noch in Renovierung befindlichen Mühle sein beliebtes Steinofenbrot feil.

Luftballon flog 180 Kilometer

Am Sonntag wurden darüber hinaus bei strahlendem Sonnenschein wieder etliche Luftballons in den Himmel entsandt. Die fünf Glücklichen, deren Luftballons am weitesten vom Wind fortgetragen wurden, können sich im kommenden Jahr auf schöne Preise freuen. Mehr als 180 Kilometer flog im Vorjahr der weiteste Ballon. Dafür gab’s für die Gewinner bereits im Vorfeld der Kirmes je eine Bummel-Tüte, mit allem, was dazu gehört.


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