Begleitend die Hand reichen Hospizkreis Ostbevern mit Koordinatorin in Glandorf

Von Petra Ropers

Auf Verstärkung in Glandorf hofft der Hospizkreis mit seiner Vorsitzenden Daniela Kunkemöller sowie den Koordinatorinnen Anja Menzel und Kerstin Thormann (von links). Foto: Petra RopersAuf Verstärkung in Glandorf hofft der Hospizkreis mit seiner Vorsitzenden Daniela Kunkemöller sowie den Koordinatorinnen Anja Menzel und Kerstin Thormann (von links). Foto: Petra Ropers

Glandorf. Sie schenken Sterbenden und ihren Angehörigen ihre Zeit. Sie sind da, damit in den letzten Augenblicken seines Lebens niemand allein bleiben muss: Die Ehrenamtlichen des Hospizkreises Ostbevern engagieren sich seit vielen Jahren auch in Glandorf. Jetzt hat der Hospizkreis mit Anja Menzel eine Koordinatorin direkt vor Ort.

Nur rund 15 Kilometer trennen Ostbevern von Glandorf. Seit gut zehn Jahren machen sich deshalb die Sterbebegleiter des Hospizkreises regelmäßig auf den Weg über die Landesgrenze – zum Haus Glandorf wie auch zu Schwerkranken und Sterbenden im häuslichen Umfeld. Vorlesen, gemeinsam das alte Fotoalbum anschauen, zuhören oder einfach nur da sein, damit die Angehörigen entlastet werden, der Ehepartner einmal ohne Sorge mit den Kindern etwas unternehmen oder einkaufen kann: Die Arbeit der geschulten Sterbebegleiter richtet sich ganz nach den Wünschen und Bedürfnissen der Betroffenen.

„Erfüllende Tätigkeit“

Bei Bedarf informieren sie auch über Patientenverfügung, Vorsorgevollmachten und mehr. Als hauptamtliche Koordinatorinnen sorgen Anja Menzel in Glandorf und Kerstin Thormann in Ostbevern dafür, dass die Bedürfnisse der Familien und die Möglichkeiten der Begleiter zueinander passen. In ihre Tätigkeit bringt Anja Menzel nicht nur ihr Fachwissen als Krankenschwester im Franziskus-Hospital ein. Sie absolvierte zudem eine Palliativ-Care-Ausbildung und ist selbst seit Jahren in der ambulanten Hospizarbeit tätig. Mehr aus Glandorf im Netz

„Wir reichen Sterbenden die Hand und begleiten sie stundenweise. Dabei baut sich Vertrauen auf und oft entwickeln sich daraus wertvolle Gespräche“, beschreibt sie die Tätigkeit. „Natürlich gibt es viele traurige Momente, aber auch ganz erfüllende“, ergänzt Daniela Kunkemöller, Vorsitzende des Hospizkreises. Dabei werden die Ehrenamtlichen mit dem Erlebten nie allein gelassen. Sie werden nicht nur umfassend geschult, sondern tauschen sich bei regelmäßigen Treffen aus. Zudem sind die beiden Koordinatorinnen jederzeit ansprechbar.

Lebensbegleiter 

Über 20 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit im Hospizkreis Ostbevern. Als Lebensbegleiter verstehen sie sich. Und als solche hoffen sie gerade in Glandorf auf Verstärkung: Nötig ist dafür, wie die Koordinatorinnen betonen, vor allem Offenheit und die Bereitschaft, sich zunächst einmal persönlich mit dem Sterben und dem Tod auseinanderzusetzen. „Es hilft, für sich selbst eine Vorstellung davon zu haben, was nach dem Tod passiert“, erklärt Kerstin Thormann.

Dabei geht der Hospizkreis in seiner Arbeit vom christlichen Menschenbild aus. Das Angebot der Begleitung gilt aber völlig unabhängig von Herkunft oder Glauben. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte oder selbst eine Begleitung wünscht, kann sich an die Vorsitzende Daniela Kunkemöller, Telefon 0177/2151587, Email hospizkreis-ostbevern@web.de, an Anja Menzel, Telefon 0162/5480746, oder an Kerstin Thormann, Telefon 0176/22065774, Email thormann.kerstin@gmx.de wenden. 


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