Partystimmung „up’n Tigge“ Glandorfer Katastrophenband feiert mit Hunderten Besuchern

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Glandorf. Katastrophen kommen meist unangemeldet, hinterlassen oft ein Trümmerfeld und sind in der Regel äußerst unbeliebt. Anders in Glandorf: Dort sorgt zur Freude der Musikfreunde seit 25 Jahren die Katastrophenband für gute Laune.

Ihr Jubiläum feierten die Bläser um Bandleader Walter Bredemann am Samstag mit Partystimmung, Biergarten-Atmosphäre und jeder Menge Spaß mitten auf dem Thieplatz. Eine Geburtstagsparty ohne Livemusik? „Geht gar nicht“, dachten sich drei begeisterte Musiker vor 25 Jahren. Kurz entschlossen holten sie ihre Instrumente heraus. Einmal angefangen, mochten sie gar nicht mehr aufhören – bis es, angesichts der alkoholbedingt nicht immer ganz geraden Töne einer der Damen zu bunt wurde: „Jungs, nu lasst es mal gut sein. Das ist ja die reinste Katastrophe!“

Handgemachte Musik in Lederhosen

Der Name war geboren und mit ihm eine Band mit heute neun Mitgliedern, die weit über die Grenzen von Glandorf hinaus für gute Laune und klangvolle Vielseitigkeit steht. Handgemachte Musik, Lederhosen und ein Repertoire, das von Ernst Mosch bis zu echten Partyknallern reicht: Die Mischung kommt an – auch bei den Hunderten von Besuchern, die aus weitem Umkreis zur Jubiläumsparty auf dem Thieplatz gekommen waren. Für sie griffen die neun Bläser vergnügt in ihr reichhaltiges Repertoire, in dem sich konzertante Bläsermusik ebenso findet wie freche Ohrwürmer.

Da kam der „Carneval in Rio“ mit Temperament im satten Bläsersound daher, brachte der Walzer „Unterm Kirschbaum“ schunkelnde Bewegung in die voll besetzten Bankreihen auf dem Thie. Und schon bald füllte sich auch die Tanzfläche vor der Bühne. Überhaupt blieb es für die Besucher nicht beim Zuhören allein. Gut gelaunt stellten sie sich beim „Eseltanz“ der Alpenrebellen mit „Ia, ia, ia, ho“ den textlichen Herausforderungen des Refrains, bevor sie gemeinsam mit den Jubilaren auf den Spuren von „Voxxclub“ die Glocken läuten ließen.

Ehrung für Gründungsmitglieder

Natürlich dürfen auf einer Geburtstagsfeier auch die Gratulanten nicht fehlen. Aus Kattenvenne kam deshalb Bauer Schulte Brömmelkamp auf die Bühne. Vom plattdeutschen Theater der KLJB griffen als echte Glandorfer Originale Frank Niermann und Mechthild Drop zu „Schrabbelapparaut“ – hochdeutsch meist Gitarre genannt – und Mikrofon. Gratulationen galten unterdessen auch Willy Korte, Hubert Puke und Bernhard Schliche als Bandmitgliedern der ersten Stunde sowie Martin Korte, Matthias Korte und Bernd Rötrige.

Mit einer zünftigen „Schluckimpfung“ wappneten sie sich für den Abend. Denn wenn die Katastrophenband „up’n Tigge“ feiert, dann darf die Nacht ruhig länger werden.


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