Baugebiet Dorenberg Anwohner sorgen sich in Glandorf um Schulweg-Sicherheit

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Woher soll die Bauzufahrt führen? Darüber wurde während des Bauausschusses intensiv debattiert. Foto: Andrea PärschkeWoher soll die Bauzufahrt führen? Darüber wurde während des Bauausschusses intensiv debattiert. Foto: Andrea Pärschke

Glandorf. Das Baugebiet Dorenberg III sorgt weiter für Unruhe. Ersten Plänen zufolge soll die Baustraße am „Rasenden Poller“ entlang führen. Einige Anwohner haben nun eine Unterschriftenliste eingereicht.

Es ist vor allem die Sicherheit von Fuß- und Radfahrern, die den Anwohnern Sorge bereitet. Derzeitigen Planungen zufolge soll die Baustraße zum neuen Baugebiet über den „Mersch“ bis zur neuen Siedlung führen. Eine Zufahrt wäre sowohl von der Laerschen Straße als auch von der B51 über den Schierloher Weg möglich: „Die Zuwegung zum Baugebiet über den Schierloher Weg und damit indirekt über den Mersch, insbesondere direkt über die B51, ist aus unserer Sicht mit einer hohen Verkehrsgefährdung verbunden. Die gesamte Fuß- oder Radweganbindung des Wohngebietes Dorenberg I und darüber hinaus erfolgt durch die Überquerung des Schierloher Wegs zur Unterführung Viehtrift“. Die Anwohner sehen in dem zu erwartenden höheren Verkehrsaufkommen der Baufahrzeuge ein „erhebliches Sicherheitsrisiko“. Vor allem auch deshalb, weil die Kinder der Siedlung auf ihrem Weg zur Schule die Schierloher Straße überqueren müssen – auch um den großen Kreisel an der Füchtorfer Straße zu meiden. Wie Fachdienstleiter Frank Scheckelhoff dem Bauausschuss bekannt gegeben hat, ging die Unterschriftenliste „am Donnerstag ein und wurde am Freitag an die Ratsmitglieder weitergeleitet“.

Nur eine Zufahrt

Doch wie kam es überhaupt zu der Diskussion? Bei dem vorangegangenen Bau- und Planungsausschuss hatten die Ratsmitglieder nicht nur den Bebauungsplan das neue Baugebiet Dorenberg III verabschiedet. Sie hatten auch besprochen, wie die Baufahrzeuge dorthin gelangen sollen. Dieser Punkt ist nicht Teil der Bebauungspläne und musste daher noch nicht endgültig festgelegt werden. Aber schon in der Sitzung im März zeichnete sich das Diskussionspotenzial ab: Dabei geht es nicht nur um die Baustraße an sich, sondern auch darum, ob diese auch nach der Bauphase offengehalten werden soll. Unstrittig ist dabei, dass es langfristig zumindest ein zweiter Weg für Feuerwehr und Polizei für das mittlerweile relativ große Baugebiet geben muss. Sebastian Gottlöber (UWG) sowie einige Anwohner plädieren zudem grundsätzlich für eine weitere Zufahrt – auch für private Fahrzeuge, da derzeit das relativ große – und immer größer werdende – Baugebiet nur über eine einzige Stichzufahrt erfolgt – in die Straße „Zum Dorenberg“.

Ideen für Bauzufahrt

Grundsätzlich sprechen sich die Anwohner sogar für eine zweite Zufahrt aus – nicht für die Baufahrzeuge, die ohne weitere Zufahrt immer quer durch die bereits existierenden Baugebiete fahren müssten. Schon bei der angeregten Diskussion nach dem letzten Tagesordnungspunkt wurden zwei Vorschläge laut. Zum einen über die Füchtorfer Straße, an der Firma Niesse vorbei und dann links am Rasenden Poller entlang zum Baugebiet. Der zweite Vorschlag ist, dass zumindest der Bauverkehr direkt von der Füchtorfer Straße auf das Gebiet fährt. Ob das überhaupt möglich ist, muss mit der Landesverkehrsbehörde abgesprochen werden. Zu einem endgültigen Ergebnis kamen Anwohner, Bürgermeisterin, Verwaltungs- und Ausschussmitglieder nicht. Sie besprachen aber einen Termin, bei dem möglichst eine endgültige Lösung gefunden werden soll.


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