CDU will Situation verbessern Ausschuss diskutiert über Mobilität in Außenbezirken

Von Andrea Pärschke

Wie werden öffentliche Verkehrsmittel auf dem Land genutzt? Die CDU beantragt genaue Zahlen und Fakten zu dem Thema abzufragen. Symbolbild: Michael GründelWie werden öffentliche Verkehrsmittel auf dem Land genutzt? Die CDU beantragt genaue Zahlen und Fakten zu dem Thema abzufragen. Symbolbild: Michael Gründel

Glandorf. Mobilität im ländlichen Bereich: Das ist kein leichtes Thema. Die CDU regte nun an, die Bushaltestellen einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Ihr Wunsch: Die Situation optimieren.

Das erläutert Matthias Lehmkuhl (CDU) während des Bau- und Planungsausschusses. „Wir bräuchten Zahlen, um genau zu wissen, welche Busse werden wie frequentiert“, erläuterte er weiter. Dabei gehe es den Christdemokraten nicht um eine Verschlechterung der Mobilität öffentlicher Verkehrsmittel in Glandorf. „Wir brauchen Zahlen, um die Situation zu verbessern“, unterstützte auch Alfons Pöhler (CDU) den Antrag. Denn was bringe es, wenn ein Bus trotz Taktung nicht genutzt werde? Die Fraktion denkt dabei auch an den Zustand der Straßen, denn die Gemeindestraßen würden durch die Leerfahrten in Mitleidenschaft gezogen.

Schon einmal thematisiert

„Das Thema ist vor drei Jahren schon einmal während der Wegebereisung besprochen worden“, berichtete dazu Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann. Dennoch signalisiert die Bürgermeisterin grundsätzlich die Bereitschaft nochmals nachzufragen.

SPD und UWG nicht überzeugt

Dieser Auftrag kam zumindest im Bau- und Planungsausschuss nicht zustande. Zum einen sei es wichtig, dass die Außenbezirksbewohner – wenn auch eingeschränkte – die Möglichkeit hätten öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Zum anderen müssten Änderungen wohlbedacht sein: „Wenn ein Bus aus der Taktung rausgenommen wird, zieht das einen Rattenschwanz nach sich“, so Sebastian Gottlöber (UWG). Sowohl SPD als auch UWG zeigten sich zudem irritiert von der Begründung des Antrags: „Wenn man nach Gründen sucht, aus denen Straßen in Mitleidenschaft gezogen werden, müsste man auch auf landwirtschaftliche Fahrzeuge und Lkws schauen“, so Reinhold Hothnaier (UWG). Mehr aus Glandorf im Netz

Leere Busse

Die CDU verteidigt ihren Antrag hingegen: „Man darf doch fragen, ist die Taktung wirklich sinnvoll, so wie sie jetzt ist?“, sagt Alfons Pöhler. Tatsächlich würde die Beobachtung immer wieder von Mitbürgern an die Fraktion herangetragen: „Es gibt Leute im Außenbereich, die sagen, vor meiner Haustür gibt es eine Bushaltestelle, aber dort steigt nie jemand ein“, so das Ausschussmitglied. Ausgenommen von dieser Beobachtung seien ausdrücklich Schulbusse, die immer gut genutzt würden. SPD und UWG stimmte gegen den Antrag, die CDU dafür, drei gegen drei Stimmen, eine Patt-Situation. Damit ist der Antrag im Ausschuss zunächst abgelehnt worden und wird im Verwaltungsausschuss noch einmal diskutiert.