130 Betonplatten auf der L94 beschädigt Glandorfer Verkehrswacht fordert Radweg-Sanierung

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Der Radweg an der L94 ist sanierungsbedürftig. Die Verkehrwacht weist nun eindringlich darauf hin. Foto: Reinhold HothnaierDer Radweg an der L94 ist sanierungsbedürftig. Die Verkehrwacht weist nun eindringlich darauf hin. Foto: Reinhold Hothnaier

Glandorf. Der Radweg an der L94 zwischen Glandorf und Bad Laer bleibt weiterhin ein Sorgenkind der Glandorfer Verkehrswacht. In einer Pressemitteilung weist sie nun eindringlich auf den Sanierungsbedarf hin.

„Leider seien für das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung die Schadstellen zu kurz“, nennt die Verkehrswacht den vom Ministerium angegebenen Grund für die bislang ausgebliebenen umfassenden Sanierungsarbeiten. Damit diese Maßnahme wirtschaftlich sei, müssten 300 Meter am Stück sanierungsbedürftig sein. Die Verkehrswacht ist bei einer Bestandsaufnahme nun zu dem Ergebnis gekommen, dass „in diesem Bereich problemlos die erforderlichen 300 Meter“ erreicht werden: „Eine aktuelle Bestandsaufnahme eines Teilstücks durch Mitglieder der Verkehrswacht ergab, dass vor allem in dem Bereich, in dem sich die vier Brücken befinden insgesamt 130 dieser jeweils fünf Meter langen Betonplatten gebrochen oder verschoben sind. Weiterhin sind noch immer Höhenunterschiede von bis zu acht Zentimeter zwischen den Betonplatten vorhanden“. Hinzu komme, dass die Holzbrücken auf diesem Teilstück, dass derart marode sei, bereits Löcher haben und durch Kinderfüße durchtreten werden können: „Von der Unebenheit der Bepflasterung ganz zu schweigen.“

Sanierung der Betonplatten

Die Sanierung des Radweges kann nach Ansicht der Verkehrswacht nicht durch kleinere Reparaturmaßnahmen gewährleistet werden: „Da der Radweg aus Betonplatten besteht, kann eine wirksame Verbesserung der Befahrbarkeit nur durch einen Neubau der Betonplatten erreicht werden. Darüber das ein Neubau der geschädigten Betonplatten erforderlich ist, besteht mit der Glandorfer Verkehrswacht Einigkeit. Die Verkehrswacht zeigt sich gesprächsbereit und bietet einen Ortstermin mit den unterschiedlichen Stellen an.“

Schäden durch Baumschnittarbeiten

Vor dem Hintergrund der Radwegschäden sei besonders ärgerlich, das erhebliche Teile der Schäden nicht auf Verschleiß zurückzuführen seien, sondern eine Folge von Befahren mit Lkw´s im Rahmen von Baumschnittarbeiten vor wenigen Jahren. Versicherungszahlungen, die seinerseits für die so entstandenen Schäden gezahlt worden seien, wurde seinerzeit versäumt, in die Sanierung zu investieren. Die Mittel seien anderweitig eingesetzt worden.

Druck auf die Politik

Im Gespräch mit Nutzern des Radweges werde vermehrt von Stürzen von Radfahren und Läufern erzählt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Die Verkehrswacht Glandorf bittet sämtliche Geschädigten, zukünftig entsprechende Anzeigen zu stellen. Hierdurch kann hilfreicher Druck auf die verantwortlichen Stellen erzeugt werden“. Bereits im vergangenen Jahr konnte die örtliche Landespolitik von der Notwendigkeit der Sanierung überzeugt werden. Nicht nur die damalige Abgeordnete Kathrin Wahlmann von der SPD sei für das Thema gewonnen worden, auch der heute noch aktive Martin Bäumer von der CDU machte sich seinerzeit von dem schlechten Zustand ein eigenes Bild: „Es bleibt zu hoffen, dass, nachdem Abgeordnete beider aktuellen Regierungsparteien, die Notwendigkeit der Sanierung ebenfalls sahen, entsprechende Mittel im Landeshaushalt bereitgestellt werden. Denn laut dortiger Aussage sind ausreichend Mittel vorhanden. Sie müssen nur anders verteilt werden“, so die Verkehrswacht.


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