Rat: Baugebiete, Kita, Schöffen Kleiner Grenzverkehr zwischen Glandorf und Lienen

Von Andrea Pärschke

Ein Bürgerbus – ähnlich wie dieser in Westerkappeln – bildet in Zukunft einen kleinen Grenzverkehr. Archivbild: Ulrike HavermeyerEin Bürgerbus – ähnlich wie dieser in Westerkappeln – bildet in Zukunft einen kleinen Grenzverkehr. Archivbild: Ulrike Havermeyer

Glandorf. In Zukunft wird es auch im Bereich des Öffentlichen Nahverkehrs eine grenzübergreifende Verbindung zwischen Glandorf und Lienen geben: den Bürgerbus. Auch einige weitere Entscheidungen standen auf der Tagesordnung der Ratssitzung.

Der Bürgerbus soll die Nachbarorte, die durch eine Landesgrenze voneinander getrennt sind verbinden: Denn bislang gibt es keine günstige Busverbindung zwischen Glandorf, Lienen und Kattenvenne. Wer kein Auto hat, muss mit dem öffentlichen Nahverkehr große Umwege in Kauf nehmen. Das soll sich nun ändern. Ein kleiner Grenzverkehr zwischen Glandorf und Lienen wird in Zukunft von einem Bürgerbusverein betreut. Ehrenamtliche Fahrer kümmern sich dann um einen Kleinbus mit acht Sitzen und fahren ihn. Es haben sich auch schon einige Interessierte gemeldet. Am 11. April (19.30 Uhr, Gaststätte Buller) wird es dazu eine Infoveranstaltung geben. Aus finanzieller Sicht profitieren die Nachbargemeinden von guten Förderbedingungen in Nordrhein Westfalen. Derzeit gebe es zudem Verhandlungen mit dem Landkreis über Fördermöglichkeiten.

Neues Baugebiet

Einstimmig beschlossen wurde zudem der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan für das neue Baugebiet am Dorenberg III.

Neubürger-Treff

Auch der Neubürger Treff, der von der SPD beantragt worden ist, stieß allgemein auf Zustimmung. „Alteingesessene“ Glandorfer und Neuzugezogene sollen sich im Herbst kennenlernen – unter anderem mit einem Speeddating. „Ich habe auch schon in einem persönlichen Umfeld beobachtet, dass es für Neuzugezogene nicht immer ganz leicht ist“, berichtet Carsten Linnenberg (CDU). Seine Fraktion begrüße daher die Idee der Sozialdemokraten.

Einemillionen Euro für Krippen

„Sehr positiv“ haben laut Josef Hesse (CDU) die Fraktionen auch die finanzielle Unterstützung gesehen, die in diesem Jahr den Glandorfer Kindertageseinrichtungen zukommt. Eine knappe Millionen Euro könne nun „in Qualität umgesetzt werden“. Dieser Summe stimmte der Rat nun einstimmig und ohne weitere Diskussion zu. Zudem riskierte der Ratsherr der CDU auch einen Blick in die Zukunft. „Wir haben diesen Haushaltsplan nun erstmal ohne die Pläne der Landesregierung gemacht“. Denn die Kindergartenplätze werden ab August aller Voraussicht nach kostenfrei. „Ich bin gespannt, wie sich der Bedarf der Eltern danach entwickelt“, so Josef Hesse.

Jugendarbeit

Auch das neue Konzept für die Jugendarbeit der Gemeinde Glandorf stieß auf fraktionsübergreifende Begeisterung. Die Glandorf-Card, die Ehrenamtlichen hier und da Vergünstigungen ermöglichen könnte (etwa im Schwimmbad oder in Restaurants), wurde im Verwaltungsausschuss hingegen abgelehnt. Im Sozialausschuss war es bei der Abstimmung noch zu einer Patt-Situation gekommen, doch letztendlich entschied man sich gegen eine solche Karte, da der Verwaltungsaufwand sehr hoch sei und es mit der Niedersachsen-Karte bereits landkreisweit ein ähnliches Konzept gebe.

Schöffen gewählt

Zudem bestimmte der Rat drei Schöffen für das Amtsgericht Bad Iburg. Sieben Bewerbungen sind eingegangen. Drei Personen seien auf der Vorschlagsliste aufgenommen worden. „Wir können aber glücklich sein, dass es genügend Bewerber gibt“, sagt André Winterberg (CDU). Zudem wurde mit Helmut Wöstmann der ehrenamtliche Sachverständige für Wild- und Jagschäden benannt. Mehr aus Glandorf im Netz