Problematische Uferpflege Zusätzliche Zufahrt zum Glandorfer Dorenberg

Von Andrea Pärschke

Hier kann voraussichtlich ab November gebaut werden. Diskutiert wird derzeit noch über die Zufahrtswege. Foto: Andrea PärschkeHier kann voraussichtlich ab November gebaut werden. Diskutiert wird derzeit noch über die Zufahrtswege. Foto: Andrea Pärschke

Glandorf. Ab spätestens November soll am Dorenberg gebaut werden. Der Bau- und Planungsausschuss hat die Pläne soweit abgesegnet. Kritisiert wird aber die geplante Zufahrt zu dem Gebiet.

Wo momentan noch der Spargel wächst, werden in Zukunft knapp dreißig neue Baugebiete entstehen: Das ist der Plan, den der Bauausschuss nun abgesegnet hat. Zutage gefördert hat der letzte Abschnitt im Bauleitverfahren zwar keine drastischen Änderungen – trotzdem hatten Planer und Verwaltung am Ende noch eine nicht ganz neue Aufgabe im Gepäck. Denn nicht nur die Anwohner, sondern auch Polizei und Feuerwehr bemängelten in ihren Stellungnahmen, dass zum Baugebiet nur eine Zufahrtsstraße führe: nämlich über die Färberstraße. Sie sehen hierin Sicherheitsmängel, denn sollte die Straße unpassierbar sein, könnte kein Rettungsfahrzeug in das neue Wohngebiet fahren. Anwohner befürchteten zudem das erhöhte Verkehrsaufkommen und Ausschussmitglied Sebastian Gottlöber (UWG) denkt zudem auch an die neuen Bewohner, die direkt an der Zufahrt wohnen, die von der Färberstraße in die zukünftige Siedlung führt: „Für ein so großes Baugebiet ist eine zweite gut ausgebaute Zufahrt unabdingbar“. Auch Ausschussvorsitzender Reinhard Lefken (CDU) deutet die Notwendigkeit an. Bereits am Rande der letzten Diskussion rund um das Baugebiet wurde das Problem angesprochen.

Wirtschaftsweg ausbauen

Daher halte er es für eine gute Lösung den Wirtschaftsweg „Mersch“, direkt am Bachlauf des Rasenden Bollers, auch nach der Bauphase weiter als Zufahrtsstraße zu nutzen. Nach Aussage von Planer und Verwaltung sei dies auch so angedacht und möglich – allerdings ist dies noch nicht Gegenstand des aktuellen Bebauungsplanes. Bisher steht fest, dass der Weg so aufbereitet wird, dass der komplette Bauverkehr über eben diese Zufahrt abgewickelt werden kann und soll. „In den Navis werden die Baufahrzeuge weiterhin über die Färberstraße führen“, sagte Alfons Pöhler (CDU). Er regt daher an, Maßnahmen zu ergreifen, um diese „Irrläufer“ von vorneherein umzuleiten.

Gemeinde kommt nicht „raus aus der Nummer“

Bedenken äußert der Unterhaltungsverband Hase-Bever: Denn wenn der Wirtschaftsweg ausgebaut wird, können die Böschungen nicht mehr problemlos maschinell gemäht werden. Denn um auch weiterhin die abgemähte Wiese vor Ort liegen lassen zu können, müsste ein fünf Meter breiter Gewässerrandstreifen nutzungsfrei bleiben. Andernfalls müsste ein Teil der Arbeit per Hand erledigt werden. Das würde laut Unterhaltungsverband ein Mehraufwand bedeuten. Von dem Plan, den Wirtschaftsweg zu erweitern, wird die Gemeinde deshalb wohl aber nicht abweichen. „Raus aus der Nummer“ kommt sie laut Städteplaner Stefan Lehmann vom Ingenieurbüro Hans Tovar&Partner jedoch auch nicht. Eine Lösung müsse und könnte gefunden werden – am besten im Gespräch mit dem Unterhaltungsverband, wie auch Ausschussvorsitzender Reinhard Lefken (CDU) sagt. Er vertritt die Gemeinde im Unterhaltungsverband.

Ab November

Das alles betrifft jedoch nicht direkt die Planungen des Baugebeits „Dorenberg III“, daher raten die Ausschussmitglieder dem Gemeinderat die Pläne so anzunehmen. Die Bauinteressenten stehen schon in ihren Startlöchern. Laut Auskunft von Fachbereichsleiter Frank Scheckelhoff könnten sie im November mit dem Bau beginnen.