zuletzt aktualisiert vor

Urgestein von 45 Jahren Wahlkreis Georgsmarienhütte: Kandidat Martin Bäumer (CDU) im Porträt

<em>Handlungsbedarf</em> sieht Martin Bäumer beim Hochwasserschutz in Georgsmarienhütte. Foto: Uwe LewandowskiHandlungsbedarf sieht Martin Bäumer beim Hochwasserschutz in Georgsmarienhütte. Foto: Uwe Lewandowski

Glandorf. Martin Bäumer ist trotz seines einigermaßen jugendlichen Alters von 45 Jahren ein CDU-Urgestein, das sich vor der sprichwörtlichen Ochsentour nicht gescheut hat. Seit 26 Jahren Mitglied der Partei, vertritt er den Wahlkreis 76 seit neun Jahren im Landtag – geht es nach ihm, soll das auch so bleiben.

In seinem Heimatort Glandorf sitzt der gelernte Sparkassenkaufmann und Finanzökonom im Gemeinderat, im Kreistag ist er der Vorsitzende der CDU/FDP/ UWG-Gruppe. Und in Hannover hat ihn seine Fraktion zum umweltpolitischen Sprecher und Vorstandsmitglied gemacht.

Glandorf ist landwirtschaftlich geprägt. Und so kennt Bäumer die Bedürfnisse und Sorgen der Landwirte. Als Bio-Bauer im Nebenberuf – mit 220 Hühnern – hat er in den letzten Monaten erlebt, wie viele Hürden schon für die Gründung eines kleinen Betriebs zu nehmen sind.

Dass er mit seinen Ansichten zur konventionellen Landwirtschaft bei manchem seiner Stammwähler aneckt, nimmt er für seine Überzeugung in Kauf: „In den letzten Jahren gab es eine falsche Entwicklung in der Landwirtschaft. Wir brauchen die kleinen Kreisläufe, Landwirte, keine Agrarindustrie“, findet er. Letztlich entscheide über die Art der Landwirtschaft aber der Verbraucher, meint der Vater von vier Kindern zwischen vier und dreizehn Jahren, der mit seiner Familie auf einem früheren Bauernhof lebt.

Auf der Liste der politischen Ziele des Martin Bäumer steht die Energiewende ganz weit oben. Die Pläne des Landkreises zum Ausbau der Windenergie befürwortet er deshalb. Als Umweltsprecher seiner Fraktion habe er „hervorragende Möglichkeiten“ der politischen Unterstützung. Das Ziel, den Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, sei bald erreichbar. Bei der Wärmegewinnung werde der Prozess etwas länger dauern.

Dringlich sei auch ein guter Hochwasserschutz für Georgsmarienhütte. „Die Schwachstellen sind erkannt, die Konzepte da. Jetzt brauchen wir Geld für die Umsetzung“, fordert Bäumer.

Ebenfalls auf Bäumers Agenda: die Landesgartenschau für Bad Iburg. „Iburg hat im touristischen Bereich Nachholbedarf. Die Landesgartenschau bietet eine hervorragende Möglichkeit, Bad Iburg chic zu machen.“ Bad Rothenfelde bekomme seine Therme, Bad Laer habe seinen Kurpark modernisieren können – jetzt sei Bad Iburg dran. „Das gibt der ganzen Region einen Schub.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN