Verwaltung erarbeitet Lösungen Glandorf: „Eine Mensa für die Kita wäre traumhaft“

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Glandorf. Knapp die Hälfte der Glandorfer Kindergarten- und Krippenkinder essen mittags nicht zu Hause. Sie nehmen das Mittagsangebot in der Kita wahr. Räumlich eine nicht immer ganz einfache Situation. Verwaltung, Kirche und Kitaleitung haben das Problem erkannt und arbeiten derzeit an einer Lösung.

Die Teller sind bereit, die Schüsseln stehen auf dem Tresen, die Wärmeboxen mit dem Mittagessen sind schon da: Eigentlich kann es im Johanniskindergarten gleich mit dem Mittagessen losgehen. In der Glandorfer Kita also, die über eine eigene Mensa verfügt. „2009 wurde sie eingerichtet“, berichtet Kindergartenleiterin Elisabeth Mennemann. Seitdem erhöht sich die Anzahl derer, die mittags bleiben, stetig. Im Johanniskindergarten und der daran angeschlossenen Krippe sind es etwa 45 von 123 Kindern, im Christopherus-Kindergarten durchschnittlich 25 der 47 Kinder, in der Kinderstube 20 von 30 Kindern und im Schweger Marienkindergarten sind etwa 25 von 60 Kindern, die das Mittagsangebot wahrnehmen. „Es gibt auch eine Warteliste“, so Marianne Wigger Schönhoff. Mehr aus Glandorf im Netz

„Schwierig ist es an Regentagen“

Der größte Handlungsbedarf um den veränderten Umständen gerecht zu werden besteht aktuell wohl im Christophorus Kindergarten in Glandorf und im Marienkindergarten in Schwege – auch wenn die Einrichtungsleiterinnen es sportlich nehmen und alles Nötige möglich machen: „Im Alltag“ werde es „schon mal eng“, wie Marianne Wigger Schönhoff berichtet. Ähnlich ist es im Christophorus Kindergarten. In beiden Einrichtungen werden die Gruppenräume in der Mittagszeit umgeräumt. „Ruckzuck“ müssen die Kinder dann aus dem Raum, damit Tische verrückt und gedeckt werden, wie Maria Trentmann, Leiterin des Christophorus Kindergarten berichtet. „Schwierig ist es an Regentagen“, sagt auch Wigger Schönhoff. Die Kinder können dann in dieser Zeit nicht mit den Erzieherinnen raus. Dabei müssen beide Einrichtungen mit Küchen zurechtkommen, die mit Wigger Schönhoffs Worten „überschaubar klein“ seien. Nur eine Spülmaschine Bord ist einfach zu wenig für eine Mittagessenversorgung. „Wir stoßen derzeit an unsere Kapazitätsgrenzen“, macht Maria Trentmann schließlich deutlich.

Zwei unterschiedliche Modelle

Elisabeth Mennemann kann sich noch gut an die Zeit erinnern, als es im Johanniskindergarten ähnlich war. Sie ist froh, dass schließlich eine kleine Mensa eingerichtet wurde: Zum Kochen ist die Küche zwar zu klein, aber drei Spülmaschinen und reichlich Platz zum Anrichten der angelieferten Mahlzeiten sprechen für sich. Mittlerweile ist es jedoch auch hier etwas eng geworden. Ein nicht regelmäßig genutzter Nebenraum wird deshalb kurzerhand dazu genommen. Doch der Bedarf an der Mittagessenversorgung wächst. Für die Kinderstube am Sandknapp fanden die Verantwortlichen 2014 eine andere Lösung. Dort gibt es ebenfalls eine relativ große Küche, in der die angelieferten Mahlzeiten angerichtet werden. Diese werden dann in die Gruppenräume gebracht, wo ein Bereich nur zum Essen vorhanden ist. „Das läuft super“, so Leiterin Svenja Micke.

Eine Küche zum selber kochen?

Das Problem in den drei Kitas ist bereits von allen Beteiligten erkannt. Zuletzt hatte auch die CDU einen entsprechenden Antrag im Sozialausschuss gestellt. Auch die Verwaltungen arbeitet schon seit einiger Zeit an einer Lösung. „Eine Mensa wäre traumhaft“, sagt Marianne Wigge Schönhoff auf die Frage, was sie sie sich bestenfalls wünschen würde. So ganz leicht ist das aber nicht. „Es will gut überlegt sein, bevor viel Geld dafür ausgegeben wird“, sagt sie. „Ein Herzenswunsch“ der Einrichtungsleiterinnen wäre zudem eine Küche, um selbst Mahlzeiten zubereiten zu können. Nicht etwa weil das gelieferte Essen schlecht sei. „Es ist ein ganzheitliches Erlebnis“, berichtet Maria Trentmann: Es gibt Kindergärten, in denen eine Glasscheibe den Blick auf die Köchin oder Hauswirtschafterin zulässt. Die Kinder können dann alles beobachten, riechen aber auch reingehen und mithelfen. „Zudem könnte noch individueller auf die Wünsche und Bedürfnisse eingegangen werden“, so Elisabeth Mennemann. Doch die Erzieherinnen sagen auch, dass die Umsetzung aufwendig und teuer sei. „Das wäre das Krönchen, das Optimum“, so Trentmann.


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