Generalversammlung und Vortrag Glandorfer Landfrauen erhalten Gartentipps

Von Claudia Sarrazin


Glandorf. Ihre Generalversammlung kombinierten die Glandorfer Landfrauen mit einem Vortrag: Gartenbauerin Andrea Buddenberg aus Melle-Riemsloh sprach nicht nur über Hortensien, sondern zeigte an Beispielpflanzen auch, wie diese am besten geschnitten werden.

Den offiziellen Teil ihres Treffens zogen die Glandorfer Landfrauen im Saal der Gaststätte Herbermann schnell durch: In ihrem Jahresrückblick berichtete die erste Vorsitzende, Dorothea Schulze Mönking, unter anderem vom „offene Singen“ mit dem Gitarrenkreis im Februar 2017, das sehr gut angekommen sei. Auch das Erntedankfest auf dem Hof Gerwesmann sei wieder einmal etwas Besonderes gewesen, so Schulze Mönking. Die Landfrauen hätten dort selbstgebackenes Brot und Kartoffelsuppe sowie Backmischungen mit Kartoffelmehl passend zum Thema „Kartoffel“ angeboten. Und zum Jahresabschluss hatten die Glandorfer Landfrauen mit denen aus Bad Iburg/Glane und Bad Laer einen Ausflug zum Weihnachtsmarkt Schulze-Beikel in Borken gemacht. „Unsere Veranstaltungen wurden 2017 von insgesamt 326 Frauen besucht“, freute sich Schulze Mönking, und fügte hinzu: „Unser Verein zählte am 31. Dezember 2017 121 Mitglieder.“ Mehr aus Glandorf im Netz

Gartenbau-Passion

Nach dem offiziellen Teil stärkten sich die Landfrauen mit Kaffee und Kuchen für den Vortrag von Andrea Buddenberg: „Ich bin Gartenbautechnikerin mit Leib und Seele“, so die Fachfrau, die wusste: „Die meisten Hortensien kommen ursprünglich aus Asien, einige Arten stammen jedoch von der Ostküste Nordamerika: Dazu zählen die Eichblatt-Hortensien sowie die Strauch- beziehungsweise Baumhortensien.“ Während Eichblatt-Hortensien mit ihrem an amerikanische Eichen erinnernden Blättern eher selten vorkämen, wären die zu den Strauch- oder Baumhortensien zählenden Schneeballhortensien sehr beliebt. Und was die Auswahl angeht, wies Buddenberg darauf hin: „Bei den klassischen Bauernhorstensien frieren die Blüten bei spätem Frost kaputt. Und das ist es dann für das Jahr gewesen.“ Bei Sorten wie „Endless Summer“ hingegen kämen auch nach spätem Frost neue Knospen und Blüten.

Hinsichtlich des Standortes erfuhren die Landfrauen, dass Hortensien eigentlich generell keine knallige Mittagssonne möchten. Rispenhortensien wie die Sorte „Limelight“ kämen mit einem solchen Standort jedoch klar, wenn der Boden feucht genug ist. Für Bauernhortensien hingegen sei der Halbschatten ein guter Standort. Allerdings sei der Boden unter eingewachsenen Bäumen meist zu trocken und daher ungeeignet.

Erdreich beleben

Was die Pflanzung von Hortensien anging, forderte Buddenberg: „Machen sie es der Pflanze schön.“ Gut für Hortensien sei ein frischer Boden, in den Humus oder Kompost eingearbeitet sei. Außerdem müsse das Loch doppelt bis dreifach so groß wie der Pflanzballen sein. Und es gelte: „Je besser das Erdreich belebt ist, desto wohler fühlen sich die Pflanzen“, so Buddenberg, die neben organischem Dünger auch Bodenaktivator empfahl.

Dann griff die Fachfrau zur Schere und zeigte anhand einer einiger mitgebrachter Hortensien, wie sie geschnitten werden: „Die beste Zeit ist, wenn der Winter vorbei ist, und bis in den März hinein“, so die Gärtnerin, die dicht über den austreibenden Knospen die alten Blüten der Hortensien abschnitt.