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Zum 41. Mal rund ums Rathaus Flohmarkt in Oesede ein wahres Schnäppchenjäger-Paradies

Von Petra Pieper | 19.06.2016, 18:39 Uhr

Auch wer gar nichts suchte, wurde hier fündig – auf dem Flohmarkt „Rund ums Rathaus“ in Oesede, der in diesem Jahr bereits zum 41. Mal stattfand. Immer am Sonntag vor dem Beginn der Sommerferien lädt dieses vielseitige Event zum Schauen und Feilschen, zum Leute Treffen und Schnacken und natürlich auch zum Kaufen ein.

Mit mehr als 700 Standplätzen belegte die Marktwirtschaft im Kleinen nahezu das gesamte Ortszentrum: Nicht nur Rathausplatz und Am Rathaus, auch Schoonebeekstraße, die Oeseder Straße von der Kreuzung Klöcknerstraße bis zur Kreuzung bei K&K, Feuerstätte und Graf-Stauffenberg-Straße waren in einen einzigen großen Handelsplatz verwandelt.

Ein echter Flummi-Automat im Angebot

Nach einem verhaltenen Start gegen 8 Uhr drängten sich gegen Mittag die Besucher. Und es gab alles, was das Herz begehrt: ob Holzkoffer, Vogelkäfig, Sammeltasse oder Flummi-Automat. Kinderspielzug und -bekleidung waren wie überall auch hier der Renner, daneben waren Kleidung und Schuhe für Erwachsene, Hausrat, „antik“ oder neuwertig, Dekorationsartikel, Sammlungen aller Art, Garten- und Sportgeräte, selbst getunte Rennmofas im Angebot.

„Das Tuning mache ich nach eigenen Entwürfen auf meiner Werkbank“, berichtete Wolfgang Klein, der schon jetzt dem nächsten Grasbahnrennen am 16. Juli in Nahne entgegenfiebert. Ein paar Tische weiter verkaufte Peggy Westermann, was sich beim Aufräumen in Omas und Omis Wohnung als entbehrlich herausgestellt hatte. Und Doris Riesberg rettete bei einer Haushaltsauflösung in der Nachbarschaft schöne Dinge wie die einst begehrten „Osnabrücker Teller“ vor dem Container: „Die kann man doch nicht einfach wegwerfen!“

Kaffee, Kekse und Prosecco

So denken auch Sandra und Frank Kowalski aus Holzhausen, die ihren Stand gegenüber aufgeschlagen hatten und dort „für kleines Geld“ Dinge verkauften, die sie selbst nicht mehr gebrauchen, aber zu schade zum Wegwerfen finden. Seit fünf Jahren verabreden sie sich mit mehreren Nachbarn von der Maalstätte zum gemeinsamen Markttag in Oesede, der dann ganz gesellig bei Kaffee und Keksen „und einem Prosecco um 11 Uhr“ begangen wird. Auch schlechtes Wetter würde sie nicht schrecken, betonten die Holzhauser, die mit Regenplane und Pavillon auf alle Fälle vorbereitet waren. Aber dieses Jahr hatten sie Glück: Es blieb weitgehend trocken und die Geschäfte gingen gut.

„Zu viel Sonnenschein wäre auch gar nicht gut für die Umsätze“, meinte Marktleiterin Katharina Hummert von der Stadtverwaltung. Sie zeigte sich mit dem Aufbau der Stände und der Besucherresonanz sehr zufrieden: „Unser Flohmarkt ist ja über die Grenzen Georgsmarienhüttes hinaus bekannt und beliebt“, bemerkte sie und stellte heraus, dass im Gegensatz zu Osnabrück „unser System der im Vorfeld eindeutig geregelten Standplatzvergabe“ für einen ganz entspannten Ablauf sorge.

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Am Flohmarkttag selbst beschränkte Hummert sich auf gelegentliche Ticket-Stichproben. Für den Auf- und Abbau der Straßensperrung war der städtische Bauhof unterwegs, der nach Flohmarktende um 17 Uhr auch die Straßenreinigung übernahm.