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Zahlen zur GMHütter KiTa-Situation 59 Kinder warten in GMHütte auf Krippenplatz

Von Wolfgang Elbers | 03.02.2017, 14:47 Uhr

In GMHütte fehlen zum neuen Kindergartenjahr 2017/18 nach den derzeitigen Anmeldezahlen im Krippenbereich 59 Plätze und in den Kindergarten 22 Betreuungsmöglichkeiten. Damit entspricht die Situation ungefähr dem Bild vom Vorjahr.

Fachbereichsleiterin Cordula Happe hat den Zwischenstand im Bereich Kindertagesstätten-Anmeldungen am Donnerstagabend im Ausschuss für Kultur, Schule, Soziales, Jugend und Sport vorgestellt. Ihr Fazit: „Wir haben von den Zahlen her eine ähnliche Situation wie im Vorjahr . Im August 2016 konnten am Ende 31 unter Dreijährige nicht in einer Einrichtung untergebracht werden und musste auf ein alternatives Betreuungsangebot der Kindertagespflege verwiesen werden. Im Bereich Kindergärten sind wir dagegen nach den Sommerferien mit 26 freien Plätzen gestartet.“

Situation „nicht besorgniserregend“

Von daher stellt sich aus Verwaltungssicht die aktuelle Situation auch nicht als „besorgniserregend“ dar. Happe: „Bei den Krippenplätzen ist auch zu berücksichtigen, dass gerade am Haus der kleinen Füße in Alt-Hütte ein Krippenangebot mit 30 Plätzen entsteht, das in der Übersicht nicht berücksichtigt ist.“

Die Situation in den einzelnen Stadtteilen:

 Alt-Hütte: In den Kindergärten „Haus der kleinen Füße“ und Kindertagesstätte St. Georg steht ein Bedarf an 51 Plätzen für Kinder, die Anfang August einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben, und 6 Plätzen für Kinder des hineinwachsenden Jahrgangs, einem Angebot von 37 Kindergartenplätzen gegenüber. Aufgrund der Anmeldezahlen wird die Kindertagesstätte St. Georg ab August auf Wunsch der Stadt die 6. Gruppe als Kindergartengruppe mit 25 Plätzen fortführen. Die beiden Kindergartengruppen aus dem Kindergarten „Haus der kleinen Füße“ sind wegen des laufenden Neubaus seit Juli vergangenen Jahres in die Regenbogenschule gezogen. Zum neuen Kindergartenjahr wird in St. Georg 1 Kindergartenplatz unbelegt sein, und im Kindergarten „Haus der kleinen Füße“ sind es voraussichtlich 12 Plätze.

Im Krippenbereich steht ein Bedarf von 46 Plätzen (20 Kinder im hineinwachsenden Jahrgang, 21 Kinder im Alter unter 2 Jahren und 5 Kinder im Alter unter 1 Jahr) einem Angebot von 18 Krippenplätzen gegenüber. Bei der Aufnahme von 12 Kindern im hineinwachsenden Jahrgang und 6 Kindern im Alter unter 2 Jahren in den beiden Krippengruppen in der Kindertagesstätte St. Georg, verbleiben 5 Kinder im hineinwachsenden Jahrgang, 11 Kinder im Alter unter 2 Jahren und 5 weitere Kinder im Alter unter 1 Jahr auf der Warteliste. Sie können möglicherweise nachträglich aufgenommen oder aber in der Kindertagespflege betreut werden.

 Harderberg: Hier gibt es 32 Anmeldungen für Kinder mit Rechtsanspruch und 4 Kinder des hineinwachsenden Jahrgangs bei einem Angebot von 33 Kindergartenplätzen. Es verbleiben 10 Kinder mit Rechtsanspruch sowie 4 Kinder im hineinwachsenden Jahrgang auf der Warteliste. Zum Kindergartenjahr 2017/2018 soll eine Kleingruppe für 10 Kindergartenkinder in der Kindertagesstätte St. Johannes Vianney eingerichtet werden.

Im Krippenbereich gibt es 21 Anmeldungen (5 Kinder hineinwachsender Jahrgang, 15 Kinder im Alter unter 2 Jahren, 3 Kinder unter 1 Jahr) bei einem Angebot von 13 vorhandenen Betreuungsmöglichkeiten. Bei der Aufnahme von 5 Kindern im hineinwachsenden Jahrgang und 7 Kinder im Alter unter 2 Jahren, bleiben 1 Kind im hineinwachsenden Jahrgang und 5 Kinder im Alter unter 2 Jahren sowie 3 Kinder im Alter unter 1 Jahr unversorgt.

 Holzhausen: In der AWO-Kindertagesstätte und Kindertagesstätte St. Antonius steht einem Gesamtbedarf an 23 Plätzen für Kinder mit Rechtsanspruch, 4 Plätzen für Kinder im hineinwachsenden Jahrgang sowie 38 Plätzen für Kinder im Alter unter 3 Jahren einem Angebot an 25 Kindergartenplätzen und 37 Krippenplätzen gegenüber.

Die AWO-Kita wird auf Antrag die beiden altersübergreifenden Gruppen in eine Regelgruppe mit 25 Kindergartenplätzen (Betreuungszeit 8 bis 16 Uhr) und in eine Krippengruppe mit 15 Krippenplätzen (8 bis 15 Uhr ) umwandeln. Bei Aufnahme der Kinder im Alter unter 3 Jahren in die entsprechenden Betreuungsangebote der Einrichtungen (insgesamt 3 Krippengruppen, und 1 altersübergreifende Gruppe in der Kindertagesstätte St. Antonius) werden im Stadtteil Holzhausen zum August noch 15 Krippenplätze unbelegt sein. Die Nachmittagskrippe der AWO-Kindertagesstätte wird voraussichtlich zum 1. August mit 5 Krippenkindern belegt sein. Dieses Angebot wird fortgeführt, um den Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder im Alter unter 3 Jahren erfüllen zu können.

 Kloster Oesede: In der Kindertagesstätte St. Maria sind Anmeldungen von 29 Kindern mit Rechtsanspruch und 13 Kindern des hineinwachsenden Jahrgangs erfolgt, dem ein Angebot von 38 Kindergartenplätzen gegenübersteht. Die 7. Gruppe mit 20 Kindergartenplätzen, die als Außenstelle im Edith-Stein-Haus geführt wird, soll zeitlich befristet für die Dauer des Kindergartenjahres 2017/2018 fortgeführt werden. Zudem wird eine Regelgruppe in der Kath. Kindertagesstätte St. Maria in eine altersübergreifende Gruppe umgewandelt, um weitere Kinder im Alter von unter 3 Jahren aufnehmen zu können.

Im Krippenbereich besteht ein Bedarf von 38 Krippenplätzen (23 Kinder hineinwachsender Jahrgang, 13 Kinder im Alter unter 2 Jahren, 2 Kinder unter 1 Jahr) einem Angebot von 14 Krippenplätzen gegenüber. 12 Kinder im hineinwachsenden Jahrgang, 8 Kinder im Alter unter 2 Jahren und 2 Kinder im Alter unter 1 Jahr bleiben hier nach derzeitigem Stand unversorgt.

Verwaltung: geringer Fehlbedarf

 Oesede: Hier besteht für die Kindertagesstätten Freunde, Lummerland, St. Marien und St. Michael eine Nachfrage nach 84 Plätzen für Kinder mit Rechtsanspruch und 18 Plätzen für Kinder im hineinwachsenden Jahrgang. Ferner sind im Krippenbereich 74 Kinder im Alter unter 3 Jahren angemeldet. Dem steht ein Angebot an 104 Kindergartenplätzen und 66 Krippenplätzen gegenüber.

Von den Anmeldungen der Kinder im Alter unter 3 Jahren können derzeit 32 Kinder (12 Kinder unter 3 Jahren, 16 Kinder im Alter von unter 2 und 4 Kinder im Alter unter 1 Jahr) nicht in den Kindertagesstätten aufgenommen und auf eine Betreuung in der Kindertagespflege verweisen werden. In der Kath. Kindertagesstätte St. Marien wird die altersübergreifende Gruppe mit 18 Plätzen für Kinder mit Fluchterfahrung – vorbehaltlich des Kirchenvorstandsbeschlusses – befristet für das Kindergartenjahr 2017/2018 fortgeführt.

Abschließende Einschätzung der Verwaltung: Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres ist insgesamt von einem geringen Fehlbedarf an Kindergartenplätzen auszugehen.