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„Unerträglicher Geruch“ Schulinspektion: Toilette der GMHütter Marienschule unzumutbar

04.06.2012, 16:36 Uhr

Bekannt ist das Problem seit Langem, doch bisher nichts passiert: Auf der Toilettenanlage der Marienschule, die auch von den Schülern der Regenbogenschule genutzt wird, ist der Geruch „unerträglich“. Zu diesem Urteil kommt die Landesschulinspektion Anfang Mai in ihrem Prüfungsbericht. Die vorgefundenen Zustände machten „aus externer Sicht die Toilettenbenutzung unzumutbar“.

Schulleiter Ralf Griskiewitz: „So etwas bei der Schulbegehung von der Schulinspektion gesagt zu bekommen und im Inspektionsbericht als Anmerkung zu finden, ist natürlich keine angenehme Angelegenheit.“ Das Problem sei der Stadt als Schulträger bekannt, da die gesamte Schulöffentlichkeit von Schulelternrat bis Schülervertretung die Verwaltung bereits mehrfach auf die Situation hingewiesen habe. Bürgermeister Ansgar Pohlmann habe kürzlich auch bei einem Gespräch mit Elternvertretern deutlich gemacht, dass er eine Lösung finden wolle.

Die Toiletten-Situation war am 23. Mai auch im nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss (VA) Thema, da sowohl die CDU-Vertreter als auch die SPD-Fraktion dringenden Handlungsbedarf sehen. In der nächsten Sitzung Mitte Juni soll der Punkt noch einmal auf die Tagesordnung kommen.

Die SPD-Fraktion, die Ende April noch einmal die Zustände in Augenschein genommen hatte, weist in einer Presseerklärung noch einmal auf den Sanierungsbedarf hin. Bereits auf dem Flur im Bereich der Jungentoilette sei ein stechender Geruch wahrnehmbar. . Die Aussage der Verwaltung, die Toilettenanlage sei „funktionsfähig und bei ordnungsgemäßer Benutzung ein schlechter Geruch auch zu vermeiden“, ist aus SPD-Sicht „nicht ausreichend“.

Der CDU-Ortsverband AltGMHütte hat am Wochenende aufgrund des Abschlussberichts der Landesschulinspektion in einer Pressemitteilung „eine kurzfristige Lösung zur Sanierung der Toilettenanlage“ gefordert. Es müsse jetzt im Interesse der Schülerinnen und Schüler umgehend die Sanierung der Toilettenanlage in Angriff genommen werden. Da im aktuellen Haushalt dafür keine Mittel vorgesehen seien, müsse notfalls eine Umschichtung zulasten anderer Vorhaben erfolgen. Der Lernerfolg werde schließlich nicht unwesentlich von den an einer Schule vorhandenen Rahmenbedingungen beeinflusst.

Das Hauptproblem scheinen die Urinale zu sein, die chemisch gereinigt werden. Eine Schwierigkeit: Die alten Drücker sind für Kinderhände schwierig zu handhaben.

GMHüttes Bürgermeister erklärte am Montag, dass er das weitere Vorgehen mit den Elternvertretern besprochen habe. Wegen der Ausschreibungsfristen seien Verbesserungen in den Sommerferien kaum umsetzbar. Pohlmann: „Wenn uns die Politik die Mittel genehmigt, ist eine Umsetzung rund um die Sommerferien realistisch.“