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Suche nach einem Hundefreilaufgebiet Georgsmarienhütter Hundefreunde haben viele Pläne

Von Carolin Hlawatsch | 09.02.2017, 16:45 Uhr

Am 1. Januar nahm der Verein Georgsmarienhütter Hundefreunde e.V. seine Arbeit auf. Der Vereinsvorstand freut sich seitdem über stets wachsende Mitgliederzahlen und wird das Kursangebot erweitern. Was noch fehlt: Ein Gelände für das geplante Hundefreilaufgebiet.

Der kleine Hannes (vier Monate) fühlt sich pudel- oder besser gesagt dackelwohl im Welpen- und Kleinhundekurs der Georgsmarienhütter Hundefreunde. Obwohl er das erste Mal dabei ist, springt der putzige Zwergrauhaardackel mutig umher und meistert schon erste Gehorsamsübungen wie das Herkommen auf Zuruf. Das ist eine große Herausforderung, denn es gilt, sich nicht ablenken zu lassen von den anderen Welpen und ihren Besitzern die zugucken.

Nette Gesellschaft

Trotz Eiseskälte an diesem Samstagmorgen wird fröhlich geplaudert auf dem Trainingsgelände hinter dem ehemaligen Werkstattgebäude der Fahrzeugfirma Rahenbrock an der Osnabrücker Straße in Georgsmarienhütte. Die nette Gesellschaft unter Gleichgesinnten und der heiße Kaffee hält die Hundefreunde warm und bei bester Laune. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz

„Wir sind jetzt 20 Mitglieder und es werden stetig mehr“, freut sich die Vereinsvorsitzende Nathalie Winter. Es waren sowohl gesundheitliche Gründe als auch eine gesetzliche Neuregelung die sie Ende 2016 dazu bewog, ihre Georgsmarienhütter Hundeschule in einen Verein umzuwandeln. Deutschlandweit gebe es keine einheitliche Regelung zur Genehmigung der Hundetrainertätigkeit. Vereinstrainer seien von den laut Nathalie Winter teils sinnvollen, teils nicht nachvollziehbaren Auflagen ausgeschlossen. „Damit wir unsere Kunden weiterhin betreuen und unser breites Angebot erhalten können, wurden wir ein Verein“, berichtet die Hundetrainerin, die 2008 die Georgsmarienhütter Hundeschule zusammen mit Ulrike Niermann gründete und seit vier Jahren auf dem Gelände an der Osnabrücker Straße trainiert.

Ambrosia-Scout

Der neue Verein hat viele Pläne und startet voller Elan mit dem bewährten Programm der ehemaligen Hundeschule, sowie mit neuen Angeboten wie einem Gehorsam-Kurs, der Schatzsuche „Schnüffelrallye“ und einem Ringtraining für Hunde, die auf Ausstellungen gezeigt und zur Zucht eingesetzt werden sollen. Stolz sind die sieben Hundetrainer des Vereins auf ihre Ambrosia-Scout-Ausbildung, die in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin und dem Julius-Kühn-Institut Braunschweig stattfindet. „Dabei lernen Hunde, im Dickicht, nicht immer sichtbare Ambrosia-Stauden aufzuspüren“, erklärt Nathalie Winter. So hätten die Hunde eine auslastende Aufgabe und Landwirten und Allergikern, denen die Pflanze Ärger bereitet, sei ein wenig geholfen. Pflanzenfunde werden in ein Formular eingetragen und vom Julius-Kühn-Institut für Studien genutzt.

Das größte Ziel, das sich die Hundefreunde für 2017 gesetzt haben, ist es, ein geeignetes Gelände für ein Hundefreilaufgebiet zu finden. Vorbild sei der Hundefreilauf im nordfriesischen Bredtstedt in dem Hunde auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern nicht nur über Wiesen, sondern durch unterschiedliches Gelände toben können. Ein Schleusen-Eingang verhindert aus Ausbüxen von Hunden. „Während der Öffnungszeiten soll immer ein Vereinsmitglied vor Ort sein und darauf achten, dass Besucher die Regeln einhalten“, so die Vereinsvorsitzende. Gleichzeitig soll sich in dem Gebiet zukünftig auch das Trainingsgelände befinden, das von den Mitgliedern der Georgsmarienhütter Hundefreunde auch außerhalb der Öffnungszeiten genutzt werden kann.

Kontakte

Informationen zum Verein und seinen Angeboten gibt es im Internet auf www.georgsmarienhuetter-hundefreunde.de oder direkt bei Nathalie Winter, Telefon: 0178/3000848, E-Mail: info@georgsmarienhuetter-hundefreunde.de.