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Sport statt Flüchtlinge GMHütter Sporthalle ab Mittwoch wieder frei

Von PM. | 08.12.2015, 16:30 Uhr

Die letzten Aufräum- und Herrichtungsarbeiten laufen derzeit: Ab Mittwoch steht die Teutoburger-Wald-Sporthalle in GMHütte wieder uneingeschränkt für Sportaktivitäten zur Verfügung. Schulen und Vereine, die die Halle nutzen, wurden darüber jetzt laut Mitteilung des Landkreises Osnabrück informiert.

Die Vorgeschichte

Nachdem das Land Niedersachsen Ende Oktober mündlich angekündigt hatte, auch den Landkreis Osnabrück kurzfristig zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Amtshilfe heranzuziehen, wurde dafür die kreiseigene Teutoburger-Wald-Sporthalle vorbereitet. 

Am 10. und 23. November wurden die Georgsmarienhütter Bürger in Informationsveranstaltungen über die Pläne unterrichtet. „Bei den Gesprächen haben wir großes Verständnis und Zeichen der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung festgestellt. Das erleichtert es Kommunen ungemein, wenn sie so weitreichende Entscheidungen treffen müssen. Gleichwohl sind wir sehr froh, dass die Turnhalle nun wieder für ihren eigentlich vorgesehen Zweck verwendet werden kann“, sagte Kreisrat Winfried Wilkens.

Da das Land parallel eine Vielzahl eigener neuer Erstaufnahmeplätze geschaffen und mittlerweile 40 Kommunen per Amtshilfe in Anspruch genommen hatte, ließ das Amtshilfeersuchen für den Landkreis Osnabrück auf sich warten. Ende November kam vom Innenministerium aus Hannover die Mitteilung, dass nach derzeitigem Stand keine zusätzlichen Kommunen bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen Unterstützung leisten sollen.

Material wird anderweitig genutzt

In der vergangenen Woche begannen deshalb die Arbeiten zur Wiederherrichtung der Turnhalle für Sportaktivitäten. Insbesondere startete der Ausbau der Holzplatten, die zum Schutz des Hallenbodens ausgelegt worden waren. Die dafür verwendeten Materialien sind nicht verschwendet: Sie werden von der gemeinnützigen Organisation „Die Brücke“ für den Bau eines weiteres Gebäudes auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung in Bramsche-Hesepe sowie durch die Jugendwerkstätten Lernstandort Noller Schlucht und Bildungswerkstatt Georgsmarienhütte weitergenutzt.