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Seit 100 Jahren in Haus Ohrbeck „Franziskaner sind Gewinn für Georgsmarienhütte“

Von Stefan Buchholz, Stefan Buchholz | 17.06.2018, 16:45 Uhr

Zeit zum Feiern und Zeit, sich feiern zu lassen – seit 100 Jahren ist in Holzhausen eine Franziskanergemeinschaft präsent. Im Gottesdienst und beim Empfang wurde deutlich: Die Brüder gehören zu Holzhausen.

 Was macht den franziskanischen „Spirit“ in Holzhausen und im Bildungshaus Ohrbeck bis heute aus, fragte Weihbischof Johannes Wübbe in seiner Predigt. Vor Ort gehe es um eine Vollkommenheit des Menschen, die es aber gerade nicht in einem einzelnen Menschen gebe. „Vielmehr geht es um jene Vollkommenheit, die dann wahrnehmbar wird, wenn die Facetten freigelegt werden, von denen in jedem Menschen ganz unterschiedliche vorhanden sind“, sagte Wübbe. Die Bildungsarbeit in Ohrbeck wolle die Person stärken, willkommen heißen und doch daran erinnern: Du wirst noch mehr du in der Beziehung mit den anderen.

Verwirrung

Haus Ohrbeck ist einer der wichtigen Orte in unserem Bistum, stellte Weihbischof Wübbe fest. Angesichts dessen, was derzeit in Gesellschaft, Politik und auch in der Kirche an ganz anderen Geistern aufsteht und Verwirrung stiftet, seien solche Orte notwendiger denn je. Mehr aus Georgsmarienhütte lesen Sie hier. 

Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus wurde spürbar, wie dankbar die Menschen den aktuell sieben Brüdern sind. Sie arbeiten nicht nur im Bildungshaus, sondern prägen auch das Leben der Kirchengemeinden von Holzhausen und Georgsmarienhütte.

Torschuss

Christoph Ruthemeyer etwa dankte für die Holzhauser Runde „unseren Franziskanern“, dass sie „immer mitten drin und dabei sind.“ Bruder Marco beispielsweise hat mich erst kürzlich im Fußballspiel ziehen lassen, so dass ich ein Tor schießen konnte, erzählte Ruthemeyer humorvoll. Bürgermeister Ansgar Pohlmann bezeichnete die Franziskaner als „Gewinn für Georgsmarienhütte, weil Sie ein Teil unseres Lebens sind“.

Pater Cornelius Bohl, der Provinzialminister der Franziskaner in Deutschland, gab den Dank zurück. Zum einem dem Bistum, dass den Franziskanern mit dem Haus Ohrbeck ein wichtiges Standbein ermögliche. Zum anderen dankte er den Mitarbeitern im Haus Ohrbeck und der Kirchengemeinde. „Ich habe gemerkt, dass es so etwas wie einen „Ohrbeck-Virus“ gibt: Wer einmal hier war, kommt gerne wieder“, sagte Pater Cornelius unter Applaus.

Original Franziskaner

Bruder Thomas Abrell lobte alle, die im Hintergrund für das Fest mitgewirkt hatten. Dann lud er zur „Happy Hour“ ein: Für eine Zeit gab es Pommes, Bratwurst sowie von Franziskanern in der Rhön gebrautes Bier und gekelterten Wein zum Nulltarif.