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Schmutzwassergebühren könnten 2018 sinken GMHütter Eigenbetrieb Abwasser überrascht mit Gewinn-Plus

Von Wolfgang Elbers | 23.03.2017, 17:23 Uhr

Es ist noch eine Prognose, da die endgültigen Zahlen erst zur Jahresmitte vorliegen, aber die Tendenz ist eindeutig: Der Eigenbetrieb Abwasser der Stadt GMHütte dürfte 2016 mit rund 350000 Euro das Jahresplus gegenüber dem Planansatz verdoppelt haben.

Geschäftsführer Wilhelm Grundmann hat die Jahresergebnisprognose jetzt im Betriebsausschuss vorgestellt. Danach ist die Verbesserung des Plan-Ansatzes, der bei ein Plus von 162000 Euro lag, vor allem auf den Bereich Abwasser zurückzuführen. Statt des veranschlagten Überschusses von 245000 Euro wird hier jetzt von rund 390000 Euro als Endergebnis ausgegangen – ein Plus von um die 145000 Euro.

Details zu Zahlen im Juni

Auch bei der Biogas-Anlage haben sich die Zahlen deutlich verbessert. Statt des geplanten Fehlbetrags von 83000 Euro wird jetzt ein Verlust von nur um die 40000 Euro erwartet. Das führt insgesamt beim Eigenbetrieb zu einer Ergebnissteigerung um 188000 Euro auf einen Gewinn von um die 350000 Euro. Details zu den Zahlen wird die Eigenbetrieb-Geschäftsleitung in der Juni-Sitzung des Ausschusses mitteilen – wenn der Jahresabschluss bis dahin geprüft ist.

Hauptgrund für die Verbesserung bei den Schmutzwasserzahlen dürfte unter anderem sein, dass der größte Abwasserlieferant DMK-Milchhof nach Umbau und Produktionsumstellung in den Jahren 2014 und 2015, wo die Abwassermengen von den vorher üblichen Jahreswerten um 500000 Kubikmeter fast auf das 400000-Niveau zurückgingen, jetzt wieder die volle Produktion erreicht hat. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen rund 600000 Kubikmeter zur Kläranlage geliefert – ein Plus von nochmals rund 50000 Kubikmeter im Vergleich zu 2015. In Zukunft wird hier aber nicht weiteren Mehrmengen gerechnet, wie aus dem Bericht der Gewässerschutzbeauftragten der Stadt hervorgeht.

Gebührensenkung dürfte Ende 2017 Thema werden

Die GMHütter Kläranlage hat danach auch beim Vergleich mit Durchschnittswerten auf Länderebene wieder gut abgeschnitten. Beim spezifischen Energieverbrauch liegt GMHütte als einzige Anlage mit 29 Kilowattstunden unter der 30-er Marke, während sich die anderen Zahlen sich zwischen 30,2 und 34,6 bewegen. Auch bei den Parametern der wichtigsten Schmutzfrachten liegt die Mitte der 60er Jahre gebaute Kläranlage Obere Düte jeweils auf einer Spitzenposition.

Ob das nach 2015 (Plus von 376000 Euro) auch 2016 mit einem voraussichtlichen Überschuss von 390000 Euro überaus positive Ergebnis im Schmutzwasserbereich möglicherweise wieder zu einer Senkung der vor zwei Jahren um 20 Cent auf 1,87 Euro pro Kubikmeter erhöhten Abwassergebühren führt, dürfte im Herbst Thema im Betriebsausschuss werden. Dann steht der Haushaltsplan 2018 auf der Tagesordnung.