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Querbeet für Kunstschule Paletti Open air mit Querbeat in Georgsmarienhütte

Von Rolf Habben | 26.06.2016, 12:43 Uhr

Seit 25 Jahren „on the road“, die Georgsmarienhütter Band „Querbeat“ ist auf vielen Bühnen im Umland zuhause. Am Freitagabend rockte die Oldieband in der Hüttenstadt in der Bistrothek Filou, den Einheimischen noch als „Apfelbaum“ bekannt, für einen guten Zweck.

Der Eintritt war zwar frei, dafür waren aber Spenden willkommen, die von den Musikern für die Kunstschule Paletti in Georgsmarienhütte gedacht sind. Benefizkonzerte zugunsten regionaler Institutionen habe die Band in der Vergangenheit schon häufiger gegeben, wie von Bandleader Heiner Dreier zu erfahren war. „Rock ´n´ Art“ war daher das Motto des Abends.

Knappe vier Stunden

Oldies auf der Bühne, mit Ausnahme der Sängerin, Oldies vor der Bühne und Oldies im Gehörgang. Knappe vier Stunden lang verbreitete die Band nahezu authentisch die Atmosphäre längst vergangener Zeiten. Die Stones, die Shadows, aber auch Elvis, Chuck Berry oder Steppenwolf, sie alle gaben sich die Ehre, wenn auch nicht persönlich. „Let´s have a party“ von Elvis Presley war dann auch die Aufforderung der Band an das zahlreiche Publikum. Das Septett spielte in seinem Streifzug durch die Jahrzehnte Klassiker aus den 60er, 70er und 80er Jahren– draußen und kostenlos. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz

Nostalgie pur war Programm. Mit Brian Adams „Summer of 69“ ließen die Musiker keine Zweifel aufkommen, woher der musikalische Wind des Abends wehte. Wiederholt Glanzpunkte konnte Karolin Sievers mit ihrem ausdrucksstarken Stimmvolumen setzen, teils soulig, teils rauchig jazzig oder auch rockig, so in ihren Einlagen von Janis Joplins „Me and Bobby McGee“ oder in „Brown sugar“ von den Rolling Stones. Gesanglich unterstützt wurde sie dabei vom Bassisten Heiner Dreier sowie von den Gitarristen Peter Schwöppe, Martin Striethorst und Werner Spreckelmeyer. Die siebenköpfige Truppe vervollständigten ebenso gekonnt Michael Staniford am Keyboard sowie Günter Wilde am Schlagzeug.

Auch Country

Stilistisch bewegt sich die Band zwischen Rock ´n´ Roll der sechziger Jahre und der eher straighten Version der siebziger. Eingeflochten sind aber auch Ausflüge in die Countrymusik eines Jonny Cash, wie sie mit dessen Hit „Ring of fire“ bewiesen. Auch das alte irische „Whisky in the jar“, am bekanntesten von „Thin Lizzy“ interpretiert, animierte etliche Besucher zum Tanz. Ohne Chuck Berrys „Roll over Beethoven“ und „Jonny B. Good“ als Zugabe wollte das begeisterte Publikum die Band aber nicht von der Bühne lassen.

„Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Musik noch handgemacht ist und somit der live Charakter der Songs erhalten bleibt, mit allen Ecken und Kanten“, betont Gitarrist Striethorst. Das hat die Formation in der Tat eindrucksvoll und mit viel Spielfreude demonstriert.

Bedürftige Familien

Tanja Recker, Vorsitzende der Kunstschule Paletti, bedankte sich bei der Band für deren „überraschende Aktion“. Die Kunstschule wolle nicht allein Kunst vermitteln, mit dem Erlös aus dem Konzert will sie Familien mit Förderbedarf unterstützen, wie Pressesprecherin Caroline Rissmann-Albers ergänzt.