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Per Touchscreen durch Europa Multimedia-Tisch macht Station im Gymnasium Oesede

Von Petra Pieper | 02.02.2017, 12:39 Uhr

Viel zu kurz – drei Tage – stand in der Pausenhalle des Gymnasiums Oesede ein Multimedia-Tisch, genauer gesagt ein Touchscreen-Computer, voller Informationen über die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedsländer.

Vor allem jüngere Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 8 umlagern in den Pausen das Gerät, checken per Touchscreen-Bedienung ihre Kenntnisse über die Hauptstädte Europas, die Euro-Münzen oder nationale Symbole. Sie können auch Filme und Bilder anschauen oder Spiele spielen und sich so ganz entspannt mit dem Thema EU befassen. „Mit einem Fingerzeig können die Schüler virtuell durch die Geschichte der EU gleiten und mehr über ‚Brüssel‘ und ‚Straßburg‘ erfahren“, so Michael Steinkamp. Er ist Leiter des Europe Direct Informationszentrums Landkreis Osnabrück , das den Computer von der Vertretung der EU in der Bundesrepublik in die Region geholt und einigen Schulen wochenweise zur Verfügung gestellt hat.

Europa-Schule

Die Bedeutung der EU werde gegenwärtig „immer mehr in Frage gestellt“, so Schulleiter Ulrich Schimke. Das Gymnasium Oesede hingegen trete als Europa-Schule voller Überzeugung für die EU als eine wertvolle und unverzichtbare Institution ein. Repräsentative Demokratie, Pressefreiheit, Toleranz, Gewaltenteilung seien Werte, die die Schule ihren Schülern vermittle. Daher nutze die Schule auch gern das interaktive Angebot des Multimedia-Tisches, mit dem „sicherlich das Interesse der Kinder und Jugendlichen an Europa gesteigert“ werden könne.

Laut Lehrplan sei eher wenig Zeit für die Beschäftigung mit der EU vorgesehen, bedauert Politiklehrer Jan-Henrik Beyer, der mit seinem Leistungskurs das Gerät in Augenschein nimmt. Die angehenden Abiturienten Elias Eckholt und Bjarne Groß finden Themen wie Arbeitsschutz, Kundenrechte oder die Flüchtlingskrise sehr interessant, weil sie sich mit ihrem Unterrichtsthema „Globalisierung“ berühren.

Nach Straßburg

Um alle Angebote und Funktionen des Multimedia-Tisches auszunutzen, würde jeder Schüler mehrere Stunden brauchen, insofern fände er eine Dauerleihgabe des Geräts sinnvoll, sagt Beyer. Um die EU im Bewusstsein der Schüler zu verankern, nehmen am Gymnasium Oesede häufig Lerngruppen an politischen Wettbewerben teil. So fährt demnächst eine Schülergruppe als Deutschland-Sieger des Wettbewerbs Euroscola nach Straßburg, um dort mit Jugendlichen aus 28 Nationen über europäische Politik und aktuelle Themen zu diskutieren. (Weiterlesen: Mit Euroscola in Straßburg – Oeseder Gymnasiasten im EU-Parlament) 

Nach dem Gymnasium Oesede haben in den nächsten Wochen noch die Gymnasien Bad Essen und Bad Iburg sowie die Grundschule Berge Grafeld und die Oberschule Hagen Gelegenheit, den EU-Multimedia-Tisch zu prüfen.