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Noch bis 14. Dezember Ausstellung zu menschenwürdiger Arbeit in GMHütte

Von PM. | 08.12.2015, 13:00 Uhr

Anlässlich des Weltbehindertentages am 3. Dezember hat der Behindertenbeirat der Stadt GMHütte die Wanderausstellung „Menschenwürdige Arbeit für Alle“ nach Georgsmarienhütte ins Rathaus geholt und offiziell eröffnet. Auf zwölf Schautafeln werden die Arbeitsbedingungen von Menschen mit und ohne Behinderungen in Deutschland und weltweit dokumentiert.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Ansgar Pohlmann erläuterte Sebastian Bonse, Referent für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit beim bezev (Verein Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit) den Hintergrund des Ausstellungsthemas.

Ziel der Vereinten Nationen

 In den neuen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen , die in den nächsten 15 Jahren weltweit erreicht werden sollen, spiele auch das Thema Inklusion endlich eine Rolle. Gerade menschenwürdige Arbeit sei dabei zentral: „Arbeit ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Eine Arbeit zu haben, bedeutet aber leider noch nicht automatisch ein gutes Auskommen und Sicherheit.“

Weltweit hätten laut Statistik im Jahr 2011 rund 860 Millionen Menschen trotz einer Beschäftigung unterhalb der Armutsgrenze und ohne soziale Absicherung gelebt. „Die Ausstellung soll hinter diese Zahlen schauen und zeigen, was Arbeitnehmer an ihren Arbeitsplätzen bewegt und wie es ihnen mit ihrer Arbeit geht“, erklärte Bonse.

Thema Inklusion

Im Anschluss berichtete Inklusionsbotschafter Uwe Wypior, wie er sich mit seinen Mitstreitern in einer afrikanischen Trommelgruppe für Inklusion einsetzt. Den Begriff Inklusion erklärte Walter Poggemann, Vorsitzender des GMHütter Behindertenbeirats: „Integration bedeutet tolerieren. Inklusion hingegen meint, wenn aus einem Nebeneinander ein Miteinander wird.“

Die Ausstellung ist noch bis Montag, 14. Dezember, im Foyer des Rathauses zu sehen.