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Mehr als 7000 Besucher Gestüt Osthoff feiert den Tag des Pferdes

Von Horst Troiza | 18.08.2013, 18:41 Uhr

Ein Jahr nach der Eröffnung präsentiert sich das Gestüt Osthoff in bestem Licht. Mehr als 7000 Besucher nahmen am Sonntag beim „Tag des Pferdes“ die Gelegenheit wahr, sich über die Arbeit auf dem ehemaligen Gutshof zu informieren und sich von einem überaus reichhaltigen Programm unterhalten zu lassen.

Der historische Laubengang, die Baumallee in Richtung der Gutsgebäude, mutete gegen Mittag an wie die Fußgängerzone Osnabrücks während eines Sonderverkaufs. Ein nicht abreißender Strom von Menschen führte eindrucksvoll das Interesse vor Augen, das einerseits an Pferden und auf anderer Seite an der Arbeit des Gestüts besteht.

60-Hektar-Gelände

Mit der Eröffnung vor einem Jahr durch die Partner Hof Kasselmann, den Landkreis, die Stadt GMHütte und die Hochschule Osnabrück hat ein jahrelanger Dornröschenschlaf ein Ende gefunden. Auf dem 60 Hektar großen Gelände ist kräftig investiert worden. Das drückt sich schon rein äußerlich aus: Alle Gebäude, vom Gutshaus über die Reithalle bis zu den Stallungen sind im allerbesten Zustand. Hinter den Kulissen glänzt es nicht weniger. Die Arbeit dort beschränkt sich nun mal nicht allein auf das Halten und Ausbilden der Tiere.

Das Gestüt läuft unter der Bezeichnung „Horses Competence Center Germany“ (HCCG) und ist eine professionelle Kooperation von Partnern, die Wissenschaft und Wirtschaftlichkeit auf den Pferderücken gesattelt haben. Stallungen, Trainingsplätze und Weiden für die Pferde - wissenschaftliche Beratung, Innovationen und Seminare für deren Besitzer.

Der „Tag des Pferdes“ bot den Besuchern aber noch eine ganze Menge mehr. Dicht umlagert war der Reitplatz, der nahezu in Serie Attraktionen wie die Showreitschule Rabea Schmale mit ihrer Friesenquadrille, Dressurdarbietungen und die Vorstellung von Islandpferden zeigte.

Ein Stück weiter auf einem anderen Reitplatz war der Kloster Oeseder Josef Boßmeyer mit seinem imposanten Vierspänner aus Westfalen, Holsteinern und Sachsen aktiv. Sein Kutschwagen, ein Bodybreak mit einer Kutschbockhöhe von 2,20 Metern, stand in deutlichem Kontrast zu einem Fallabellagespann, dem kleinsten Kutschpferd der Welt mit einem Stockmaß von 75 Zentimetern.

Dort zeigten auch Voltigierer, Barrel Race-Reiter und die Westernreiter von der Eisbeck Ranch in Bissendorf ihr Können. Zwischen den Darbietungen der Reiter und ihrer Pferde applaudierten die Zuschauer auch den Mitgliedern der Hundeschule Osnabrück und ihren Vierbeinern, die sportliche Agility-Übungen vorführten.

Trotz des wechselhaften Wetters zählte die Veranstaltung bereits am frühen Nachmittag rund 7000 Besucher, so Ulrich Bäder, kommissarischer Leiter des HCCG. Darunter viele Kinder, die sich auf einen Tag auf dem Pferderücken freuen konnten. Gleich an mehreren Orten standen Ponys zu geführten Ausritten, Geschicklichkeitsübungen oder einfach nur zu einem kurzen Rundritt bereit.

Wer von den Kleinen lieber auf festem Boden bleiben wollte, konnte sich am Ritterdiplom versuchen und seine Kräfte beim Gewichtheben prüfen oder die Geschicklichkeit beim Hufeisenwurf.