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Langfristige Lösung im Antoniuspark Neuer Jugendtreff in Holzhausen für zwei Jahre gesetzt

Von Bastian Rabeneck | 28.06.2018, 12:52 Uhr

Der GMHütter Jugend-Ausschuss konnte sich Anfang Juni nicht zu der Entscheidung durchringen, Räumlichkeiten für einen Jugendtreff an der Sutthauser Straße in Holzhausen anzumieten. Für Klarheit sorgte nun der Verwaltungsausschuss: Ab dem 1. August wird die Caritas gemeinsam mit den Jugendlichen die neue Anlaufstelle in der Nummer 54 gestalten.

„Sowohl die Ausstattung als auch das Freizeitangebot des Treffs wollen wir in Zusammenarbeit mit den Holzhauser Jugendlichen entwickeln“, sagt Maria Keiser-Scheer, Referentin für Jugendsozialarbeit bei der Caritas. Bei Aktionen wie Jugendarbeit-on-Tour möchten die Mitarbeiter der Caritas die Jugendlichen direkt ansprechen und Konzepte ausarbeiten. Je nach Bedarf könnte später zum Beispiel ein Kicker- oder Billardtisch zur Einrichtung des neuen Treffpunkts gehören.

Feste Ansprechpartnerin

Ob letzten Endes die Stadt oder die Caritas als Träger der offenen Jugendarbeit in Georgsmarienhütte für die Einrichtung aufkommt, müsse noch ermittelt werden. Fest steht: Formal ist die Stadt als Mieter der 120 Quadratmeter großen Räumlichkeiten eingesetzt. Miet- und Personalkosten trägt allerdings die Caritas aus ihrem Budget für die Jugendarbeit.

Für den Holzhauser Treff wird es in Zukunft dann eine feste Ansprechpartnerin geben. Das steht laut Keiser-Scheer bereits fest. Darüber hinaus wird das Team durch weitere pädagogische Mitarbeiter, studentische Hilfskräfte oder FSJler aufgestockt.

Auf zwei Jahre festgelegt

Das Mietverhältnis ist vorerst auf zwei Jahre begrenzt. Nach dieser Zeit möchte die Caritas ermitteln, wie sich die Eröffnung eines weiteren Jugendtreffs auf die Besucherzahlen im Michaelistreff und bei der Alten Wanne auswirkt. Der offene Jugendtreff in Kloster Oesede musste beispielsweise 2017 geschlossen werden, da die Nachfrage zu gering war. „Auch die Öffnungszeiten werden wir vorerst je nach Bedarf flexibel gestalten“, sagt die Referentin. Ohnehin: Der Bedarf für einen Jugendtreff unterliege jahreszeitlich bedingten Schwankungen, besonders in den Wintermonaten seien die Jugendlichen auf eine überdachte Anlaufstelle angewiesen.

Generell schätzt die Caritas die Notwendigkeit eines Treffpunkts für Jugendliche in Holzhausen jedoch als recht hoch ein. „Viele Jugendliche kommen aus Holzhausen zum Michaelistreff nach Oesede, da es in ihrer unmittelbaren Umgebung keine geschützte Anlaufmöglichkeit gibt“, erklärt Keiser-Scheer.

Konfliktpotenzial?

Birgt die zentrale Lage des zukünftigen Treffpunkts in einem Wohngebiet Konfliktpotenzial? „Wir gehen nicht davon aus, dass es Probleme mit den Nachbarn geben wird. Zumal wir die Mittags- und Nachtruhezeiten einhalten werden“, sagt Keiser-Scheer. Mit dem Schnellimbiss, der zuvor die Räume genutzt habe, habe es ebenfalls keine Schwierigkeiten gegeben.

Auf einen Antrag der Politik hin soll in Holzhausen jedoch eine langfristige Lösung für die Jugendarbeit her. Pressesprecher Niklas Otten zufolge, habe die Verwaltung inzwischen erste Planungen für ein Gemeinschaftszentrum im Antoniuspark in Auftrag gegeben. Das könne dann auch als Jugendtreff genutzt werden. Die Turnhalle der Antoniusschule könnte damit in den kommenden Jahren einen Anbau bekommen. Der Vorschlag der SPD/FDP-Gruppe ein Blockhaus im Antoniuspark für die Jugendarbeit zu errichten, ist damit vorerst vom Tisch.

„Der angrenzende Antoniuspark ist natürlich ein ideales Außengelände für die Jugendarbeit“, sagt Keiser-Scheer. Der Jugendtreff an der Sutthauser Straße bietet dagegen nur einen sehr begrenzten Außenbereich in Form einer Terrasse. Die kann zwar zum kurzen Aufenthalt, nicht aber für Bewegungsangebote genutzt werden.