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Label für Sprachkenntnisse erhalten Auszeichnung für Georgsmarienhütter Schülerin

Von Petra Pieper | 10.07.2014, 13:29 Uhr

Linda Börs ist die erste – und in diesem Jahr auch die einzige – Abiturientin am Gymnasium Oesede, die für ihre Kompetenzen im Bereich der Mehrsprachigkeit mit dem europäischen CertiLingua-Exzellenzlabel ausgezeichnet wird.

Die Auszeichnung erhalten Schüler, die B2-Kompetenzen in zwei modernen Fremdsprachen nachweisen können, die erfolgreich am bilingualen Unterricht in mindestens einem Sachfach in der Sekundarstufe II teilgenommen und Wissen über europäische und internationale Zusammenhänge erworben und die zudem an mindestens einem internationalen Begegnungsprojekt teilgenommen haben.

Alle diese Anforderungen hat Linda Börs erfüllt, ohne es explizit so geplant zu haben. Denn die Europaschule Gymnasium Oesede darf sich – wie rund 200 Schulen in ganz Europa – seit März dieses Jahres „CertiLingua-Schule“ nennen und die entsprechenden Exzellenzlabel vergeben. In Zukunft wissen Schüler über die Anforderungen Bescheid und können sich ab der 9. Klasse darauf einstellen, erläutert Koordinator Ralf Mertens.

Am Gymnasium Oesede können sie Englisch, Französisch und Spanisch erlernen; bilingualer Unterricht wird vorwiegend im Fach Erdkunde erteilt, es gibt auch Module in Geschichte und Politik. Das Seminarfach wird ebenfalls häufig auf Englisch unterrichtet. So war es bei Linda Börs, die sich in ihrer auf Englisch verfassten Facharbeit mit der Piraterie vor der somalischen Küste befasst hat. Zudem hat sie am Begegnungsprojekt Olmun (Oldenburg Model United Nations) und am Euroscola-Programm des europäischen Parlaments in Straßburg teilgenommen.

Für die angehende Lehramtsstudentin hat das Zertifikat neben der Anerkennung ihrer Leistungen handfeste praktische Vorteile: „Ich brauche nicht noch eigens einen 180 Euro teuren Toefl-Test zum Nachweis meiner Sprachkenntnisse zu machen, um mich für das Englisch-Studium zu qualifizieren.“

CertiLingua biete den Schülern in einer globalisierten Welt viele Vorteile, bestätigt Mertens: „Damit wird der Zugang zu internationalen Studiengängen und zur internationalen Arbeitswelt deutlich erleichtert.“ Er schätzt die Förderung der Mehrsprachigkeit, des interkulturelles Lernens und der internationalen Zusammenarbeit. Junge Menschen würden auf die fortschreitende europäische Integration vorbereitet; es eröffneten sich ihnen für ihre persönliche Lebensgestaltung und die Berufswahl vielversprechende Perspektiven im europäischen oder internationalen Rahmen. Deshalb rechnet der Englischlehrer auch damit, schon im nächsten Abiturjahrgang mehr als ein CertiLingua-Exzellenzlabel zu vergeben.