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Kritik an Grünpflege-Praxis GMHütter Grüne fordern Bewässerung der Bäume am Straßenrand

Von Wolfgang Elbers | 30.07.2019, 17:26 Uhr

Die Rekord-Hitzewelle ist gerade vorbei, aber auf größere Regenmengen muss die Region weiter warten. Vor allem für die Bäume bedeutet die anhaltende Trockenheit weiter sommerlichen Höchst-Stress, da sie nicht genug Wasser bekommen.

Der Blick auf die Bäume am Rand der GMHütter Straßen oder die Bepflanzung auf den Mittelinseln bietet derzeit oft ein trostloses Bild: Statt blühendem Grün prägen dort häufiger hängende oder schon vertrocknete Blätter das Bild. Einige Bäume sind auch schon bereits abgestorben.

Lorenz: Andere Kommunen längst aktiv

Für die GMHütter Grünen muss die Stadt hier dringend etwas tun, damit es hier nicht zu Dürre-Opfern unter den rund 2000 Bäumen kommt, die in der Hüttenstadt am Straßenrand stehen. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Robert Lorenz: „Ich habe bereits Ende Juni im Verwaltungsausschuss die Verwaltung gebeten, das Bewässern der Bäume am Straßenband und auf den Mittelinseln zu veranlassen, damit uns am Ende nicht reihenweise Bäume absterben.“ Getan hat sich nach seinen Worten aber bisher so gut wie nichts.

Nach Angaben des städtischen Bauhofs, der in GMHütte für die Grünpflege zuständig ist, sind im Kataster der Stadt rund 10.000 Bäume auf kommunalen Flächen verzeichnet. Andreas Rauf, stellvertretender Bauhof-Leiter und Verantwortlicher für die Grünpflege: „Wir bewässern regelmäßig die Bereiche, wo in den vergangenen drei Jahren Neuanpflanzungen vorgenommen wurden.“

Dazu zählen Grünanlagen, Spielplätze, Friedhöfe oder Stellen in zuletzt realisierten Baugebieten wie Ostermanns-Feld sowie neu angelegte Blumenbeete. Insgesamt sind dies zwischen 20 und 30 Punkte und Zonen im Stadtgebiet. Fachbereichsleiter Torsten Dimek: "Eine in der Vergangenheit übliche flächendeckende Bewässerung im Sommer erfolgt aber nicht mehr."

Aus Grünen-Sicht ist dies aber angesichts des zum Teil staubtrockenen Bodens und vor allem des oft eingeschränkten Wurzelwerks am Straßenrand nur eine schnell wieder verdampfende Tropfenmenge. Dabei wäre es nach ihrer Einschätzung so einfach, den Straßenbäumen etwas Gutes zu tun. Lorenz: „Andere Kommunen haben längst begriffen, dass hier etwas getan werden muss und sind aktiv geworden. Aber bei uns passiert aber weiter so gut wie nichts.“

Grüne bitten Anwohner, bedrohte Bäume zu gießen

50 Liter Wasser pro Woche wären durchschnittlich pro Baum nach seiner Aussage nötig, damit die Bäume eine Überlebenschance haben. Lorenz: „In der Vergangenheit haben das in GMHütte die Ortsfeuerwehren übernommen. diesmal gibt es diese Regelung aber nicht. Dabei ist die notwendige Wassermenge von 400 Kubikmetern, die bei rund 1000 Bäumen hier zusammenkommt, wenn diese einmal wöchentlich über einen Zeitraum von acht Wochen mit der Mindestmenge von 50 Litern versorgt würden, vergleichsweise Peanuts.“ Dies sei nach Auskunft der Stadtwerke auch kein Problem, wie Lorenz ergänzt.

Am Mittwoch will in der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses (VA) deshalb erneut einen Anlauf nehmen, dass die Bäume nicht einfach ihrem Schicksal überlassen werden. Die GMHütter Grünen bitten auch die Anwohner, falls sich von Trockenheit bedrohte Bäume vor ihrer Haustür befinden, diese zu gießen.