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„Immense Flammen“ Nach tödlichem Brand in GMHütte: Feuerwehr spricht von Flashover

Von Sven Kienscherf | 10.02.2017, 16:42 Uhr

ski/hpet Georgsmarienhütte. Nach dem Brand, der sich am Donnerstag in GMHütte-Dröper ereignet hat, ist die Brandursache noch nicht geklärt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Während des Feuers war es zu einem sogenannten Flashover gekommen.

Brandermittler waren am Freitag in dem Haus in der Spenglerstraße, um den Brandort in Augenschein zu nehmen und Spuren zu sichern. (Weiterlesen: Mann stirbt bei Wohnungsbrand in Georgsmarienhütte) 

Nach Auskunft von Polizeisprecher Frank Oevermann ist mit einem Ergebnis wohl erst in der kommenden Woche zu rechnen. Auch das Ergebnis der Obduktion des 42-jährigen Mannes, der tot aus der Wohnung geborgen wurde, wird voraussichtlich erst in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Ein 40-jähriger Mann, der bei dem Brand eine Rauchgasvergiftung erlitten hatte, wurde unterdessen aus dem Krankenhaus entlassen.

Ein Zimmer vollkommen zerstört

Das Feuer in dem Zweifamilienhaus war am Donnerstag gegen 11 Uhr der Feuerwehr gemeldet worden. Ein im Obergeschoss lebendes Ehepaar hatte bemerkt, dass Rauch aus der unteren Wohnung drang und sofort den Notruf gewählt.

Das Pärchen konnte zwar selbstständig das Gebäude verlassen, allerdings zog sich der 40-jährige Mann dabei eine Rauchgasvergiftung zu und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehr war zwischenzeitlich mit über 50 Einsatzkräften vor Ort, da zunächst nicht klar war, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Brandes noch in dem Haus befanden.

Flashover

Während des Brandes war es zu einem sogenannten Flashover gekommen, wie der Sprecher der Feuerwehr Oesede, Frank Beermann, unserer Redaktion am Freitag sagte. „Durch Luftzufuhr ist es zu einer explosionsartigen Verbrennung gekommen.“

Luft könne beispielsweise an das Feuer gelangt sein, als die Fenster aufgrund der Hitze gesplittert seien. Das sei allerdings schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr passiert. Die Flammen seien immens gewesen. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden die umliegenden Bewohner gebeten, Fenster und Türen zu schließen. Auch die Kinder der nur eine Straße entfernten Dröperschule mussten ihre große Pause in den Klassenräumen verbringen.

Die Rettungskräfte konnten ein Ausbreiten des Brandes auf das übrige Haus zwar verhindern. Die Wohnung, in der der Tote gefunden worden war, sei aber wohl bis auf Weiteres unbewohnbar. Ein Zimmer sei vollkommen zerstört worden. „Durch den Brand ist auch das Fenster der Wohnung im Obergeschoss sowie der Dachüberstand beschädigt worden“, sagte Beermann.