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GMHütte plant Realisierungswettbewerb Bis März soll Konzept für Rehlberg-Areal vorliegen

Von Wolfgang Elbers | 11.06.2016, 10:18 Uhr

Die Zeitplanung ist ehrgeizig: Bis zum Frühjahr kommenden Jahres will GMHütte einen neuen Anlauf zur Entwicklung des Rehlberg-Areals nehmen und einen Realisierungswettbewerb durchführen. Projektkoordinator Michael Pohlmeyer hat Donnerstag erste Ablaufdetails vorgestellt.

Die Ziele und geplanten Schritte des Projekts „Entwicklung Areal Rehlberg“ werden vor der Sommerpause am Montag, 20. Juni, auch noch einmal in einer öffentlichen Veranstaltung von Koordinator Michael Pohlmeyer präsentiert, um Anwohner, Vereine, Einrichtungen und Bürger über die Planungen zu informieren. Vorgesehen ist am Ende ein Gesamtkonzept umzusetzen, das den Bereich der Sportanlage mit Sportlerheim und Tennisplätzen, das Jugendzentrum Alte Wanne, den Kunstrasenplatz Hochstraße sowie die Parkplatzsituation und die Verbindung zu den im Umfeld gelegenen Frequenzpunkten wie Panoramabad oder Schulzentrum mit Villa Stahmer einbezieht.

Workshop Anfang August

Der seit Mitte April für die Konzeptentwicklung im Rathaus zuständige Koordinator Michael Pohlmeyer machte Donnerstag im Ausschuss für Kultur, Schule, Soziales, Jugend und Sport deutlich: „Hier sollen natürlich Bedürfnisse, Wünsche und Anregungen der verschiedenen Nutzergruppen und der Anwohner größtmögliche Berücksichtigung finden.“ Nach seinen Worten wird es auch im Prozess immer wieder öffentliche Termine geben, um über Zwischenstände zu informieren.

Der Zeitplan sieht vor, dass nach dem Ende der Sommerpause Anfang August ein Workshop durchgeführt wird und dann mit der konkreten Vorbereitung des Realisierungswettbewerbs begonnen wird. In dieser Zeit sind zum Beispiel Fragen wie die Wettbewerbsbegleitung, notwendige vorbereitende Untersuchungen oder welche Büros zur Teilnahme am EU-weit auszuschreibenden Wettbewerb aufgefordert werden sollen. Üblich ist bei solchen Verfahren, dass sich rund 20 Architekten und Entwickler beteiligen.

Die Durchführung soll dann nach den Herbstferien starten. Bürgermeister Ansgar Pohlmann: „Hierzu wird es einen Ratsbeschluss geben, und im Vorfeld werden die Fachausschüsse das Thema natürlich vorbereiten.“ Hier wies SPD-Vertreter Heiner Trimpe-Rüschemeyer im Ausschuss noch einmal darauf hin, dass aus Sicht seiner Fraktion das Augenmerk nicht nur auf dem Sport liegen dürfte, sondern genauso auf der Alten Wanne .

Bis zu den im Herbst beginnenden Haushaltsberatungen für 2017 sollen nach Pohlmanns Worten auch Angaben zu möglichen Realisierungskosten vorliegen. Vorgesehen ist, Projektentwicklung und Realisierungswettbewerb so zu takten, dass im Haushalt 2017 eine konkrete Finanzplanung für einzelne Bausteine berücksichtigt ist.

Hoffen auf Fördergelder

Als Wettbewerbszeitraum sind dann bis zu drei Monate vorgesehen – bis Februar 2017. Ein großes Fragezeichen bleibt aber erst einmal: Ob GMHütte eine Chance hat, Fördermittel zu bekommen. Projektkoordinator Pohlmeyer: „Das ist völlig offen.“ Zwar ist das Rehlberg-Areal Teil eines Antrags auf Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm das Landes, aber erste Aussagen gibt es hier erst Mitte 2017.

Rund 3,3 Millionen Euro stehen derzeit bis 2018 an Eigenmitteln in der mittelfristigen Finanzplanung, um mit Fördergeldern des Bundes für insgesamt sechs Millionen Euro das Rehlberg-Areal mit der Alten Wanne zu entwickeln. Anfang des Jahres gab es große Hoffnungen, hier Mittel auf Berlin zu bekommen. Doch stattdessen folgte eine Absage. Jetzt wird auf den neuen Anlauf gesetzt.